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von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

Schlagwort: Atlan (Seite 2 von 4)

Mal wieder was Handfestes

Gelesen: Rico – von Arndt Ellmer

Ich muss zugeben, die chaotischen Verwindungen der komisch-kosmischen Burgen sind für mich ziemlich schwere Kost. So viele lose Enden, so eine verschlungene Erzählstruktur, kosmisches Gerümpel wohin man liest. Das erfordert beim Lesen schon ein wenig Willenskraft und KOnzentration. Höchste Zeit, mal wieder einen Blick zurück zu wagen, als das Perryversum noch einfach war.

Arndt Ellmer, Rico – © FanPro

Zum Glück kam mir vor kurzem das Atlan-Taschenbuch Rico von Arndt Ellmer unter. Nun bin ich beileibe kein großer Kenner des charmanten Arkoniden mit der Silbermähne, aber Stichworte wie USO, Quinto Center und Imperium Dabrifa weckten doch meine Neugier. Zudem finde ich das Cover der Fanpro-Ausgabe recht ansprechend: ein geheimnisvoller Roboter, im Hintergrund Atlans Tiefseekuppel, dazu ein paar hübsche Haie und ein Unterwasserfahrzeug. Abenteurerherz, was willst du mehr? Tausend Dank an Arndt Drechsler für dieses hübsche Bild.

Atlan im Einsatz

Rico zeigt uns den unsterblichen Arkoniden als Chef der USO. Ganz der große Held darf Atlan einen Datenhandel ungeahnten Ausmaßes aufdecken, die ihn nicht nur nach Paris, sondern auch tief in seine Vergangenheit und seine legendäre Tiefseekuppel führen. Als auch noch der Roboter Rico, Atlans Freund in die Hände eines galaktischen Verbrechersyndikats fällt, wird es für Atlan persönlich. Ein herrliches USO-Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Eine schöne Abwechslung für Zwischendurch

“Rico” bietet beste Abenteuerunterhaltung und kommt mir in dem ganzen Kosmogeschwurbel kurz vor Band 1000 gerade recht. Schöne, geradeaus erzählte Spionagehandlung, dazu ein paar Hintergründe über Atlans geheimnisvollen Roboter und eine schöne Widmung an Hans Kneifel und eine faszinierende Traumsequenz als Prolog.

Rico ist sicher nicht der zentrale Atlan Roman und auch kein Buch, dass unrhodanistische Leser zum Einstieg ins Perryversum lesen sollten, mich hat es aber wieder geerdet und mir einige schöne Stunden in der Vergangenheit meiner Lesereise beschert. Dass Arndt Ellmer zudem im Jahr 2008 die Atmosphäre des rhodanistischen 32. Jahrhunderts sehr gut sprachlich eingefangen hat, rundet meinen durchaus positiven Gesamteindruck ab.

Übrigens bekomme ich für diesen Artikel keinerlei Vergütung in Form eines Belegexemplars, schreibe in niemandes Auftrag und gebe hier nur meine eigene Meinung wieder. Wer das Buch lesen möchte, werfe für entsprechende Bezugsquellen bitte die Suchmaschine seiner Wahl an. Bitte sehr, dankeschön.

Staffelrückblick – Vorstoß nach Arkon

Staffel 4 der Perry Rhodan Neo Serie im höchst subjektiven Rückblick

Nun denn, Staffel 4 der rhodanistischen Neuauflage ist gelesen – Zeit für eine kurze Rückschau.

Worum geht es?

Der Name ist Programm: Perry und seine Kumpels machen sich auf den Weg, den Arkoniden in ihrem Imperium einen kleinen Besuch abzustatten. Dabei passiert nicht viel, aber es gibt eine Menge zu entdecken. Wer es objektiver möchte, kann gern die Staffelzusammenfassung für die Perrypedia verfassen.

Was hat mir gut gefallen?

Perry Rhodan Neo Staffel 4 – Vorstoff nach Arkon scheint so eine Art Übergang zu sein. So richtig viel passiert nicht, dafür scheinen eine ganze Menge Dinge vorbereitet und wieder aufgegriffen zu werden. Hat mich die Topsiderstaffel mit der Expedition zur Wega noch einigermaßen ratlos hinterlassen, wird in Staffel 4 klar, was der Leser mit all den Informationen über Topsider und Ferronen anzufangen hat. Das fördert nicht nur den Spaß am topsidischen Echsenbordell, in das es Eric Manoli verschlägt.

Ausgesprochen gut haben mir auch viele kleine Ostereier gefallen, wie etwa das Café Stellaris und Onkel Dalaimoc. Das ist schön und erfreut das Herz der Stammleserschaft.

Neugierig gemacht haben mich erste Hinweise auf das Ringen. Mal schauen, was da so folgt.

Begeisterung haben bei mir die NEO-Arkoniden ausgelöst. Die Wesen, die das Kristallimperium beherrschen, scheinen doch recht wenig mit den messingspielsüchtigen Schlaftabletten aus den Anfangstagen der Urserie gemein zu haben. Vielmehr hatte ich bei so manch arkonidischem Auftritt den Eindruck, hier betreten Klingonen im Kriegselfengewand die Bühne. Das macht mir große Lust auf die nächste Staffel, die den Titel “Das große Imperium trägt”.

Und außerdem tritt mit der SCHIAPARELLI zum ersten Mal ein Hantelraumer auf. Das war nett.

Was hat mir weniger gefallen?

Obschon “Vorstoß nach Arkon” ein paar wirklich schöne Einzelromane dabei hat, fehlte mir der ganz große Wurf und eine durchgehend mitreißende Handlung. Vielleicht wäre es besser gewesen, den Weg nach Arkon in acht statt zwölf Bänden zu erzählen.

Fazit:

“Vorstoß nach Arkon” bietet solide Science-Fiction-Unterhaltung aus dem Neoversum, verzichtet auf große Höhepunkte, sondern legt Grundlagen für spätere Handlungsgänge. Eric Manoli auf Topsid gehört bis jetzt zu meinen Höhepunkten des Perry Rhodan Reboots.

Monatsrückblick – Mai 2019

Ich war dann mal weg

Atlan traf im Jahr 1795 auf den schottischen Dichter Robert Burns und lernte von ihm die Schönheit schottischer Gasthäuser und kunstvoller Verse über Haggis und andere leckere Schweinereien kennen.

Burns habe ich im Mai zwar nicht getroffen, da ich niemals freiwillig in einen Nullzeitdeformator steigen würde, dafür verbrachte ich zwei wundervolle Wochen im Norden der britischen Insel – gänzlich ohne Raketenheft. Wer sich also wundert, warum ich im letzten Monat so wenig schrieb: Es gab einfach mal wichtigere Dinge. Zwei Wochen draußen sein, im Zelt leben, wandern, Berge besteigen, über das Leben nachdenken … solche Dinge.

Ben Nevis im Sonnenschein
Ben Nevis, der höchste Berg Schottlands

Gab es auch Rhodanistisches?

Wenn ich meine Nase in ein Heft stecke, bereitet mir der aktuelle Mythos-Zyklus große Freude. Während ich diese Zeilen schreibe, liegt die zweite Hälfte des gerade aktuellen Heftes 3015 noch vor mir, und ich bin sehr gespannt, was da noch alles über den Raptus Terrae enthüllt werden wird.

Nebenher gehe ich meiner geheimen Leidenschaft für Hörbücher und Hörspiele nach und erfreue mich an den schrägen Phantasien Hans Kneifels in den Atlan Zeitabenteuern. Das ist feines Kino für die Ohren.

Der Läusefänger von Larsaf III

Einige Eindrücke zum Atlan Blauband “An der Wiege der Menschheit”

Die Lektüre des BARDIOC-Zyklusses bereitet mir doch mehr Probleme, als ich im Vorfeld vermutet hatte. Das liegt nicht an der kosmisch-fantastischen Handlung – die ist großartig. Langeweile verbreiten da eher eine große Zahl von Einzelromanen, mit denen ich wenig bis nichts anfangen kann. Clark Darlton schien nicht seine beste Autorenphase erwischt zu haben, von Hans Kneifels Romanen konnte mich nicht ein einziger überzeugen und der Humor des H.G. Ewers und ich – wir werden einfach keine Freunde mehr.

Die Sache mit Ewers und Darlton ist für mich klar, aber es kam die Frage auf, was ich früher an Kneifels Romanen gut fand. Und in dieser Situation kam mir das Hörbuch des ersten Blaubandes “An der Wiege der Menschheit” unter – Hans Kneifel und seine Spezialität: Atlan-Zeitabenteuer.

Eine neue Erfahrung

An der Wiege der Menschheit – © Eins A Medien

Bisher bin ich weder in die Welt der Hörbücher noch tief in die Biografie des unsterblichen Arkoniden abgetaucht. Höchste Zeit das zu ändern, zumal mich schon der erste Blick auf den Tonträger faszinierte. Das von Simone Kesterton geschaffene Cover hat so gar nichts vom herkömmlichen Rhodan-Look. Es zeigt Atlan, seine Wölfe, ein futuristisches Objekt und eine urzeitliche Siedlung. Spannende Mischung, schöne Zeichnung.

Geschichten, die nur Kneifel kann

Mal Hand aufs Herz: Das, was Kneifel uns hier auftischt, ist schon schwer schräg. Der olle Arkonide wandelt über eine urzeitliche Erde und wirkt als gottgleicher Lehrmeister der Barbaren. Ein herrlicher Spaß, der vor präastronatischen Theorien nur so trieft, im Gegensatz zum dänikenschen, pseudowissenschaftlichen Original aber eine Menge Humor ausstrahlt. Wie Atlan bei einer klebrig-verlausten Urmenschenfrau nichts anbrennen lässt, während er dem Rest der Sippe lesen und schreiben beibringt – das nehme ich in der Form nur Kneifel ab und das ist es wohl auch, wofür ich seine Bücher schätze. Die gute Katya hat übrigens auch Johnny Bruck zu einem unverwechselbaren Titelbild inspiriert.

Dass das ganze herrlich inkonsequent und sehr altbacken daherkommt? Geschenkt. Beispiel gefällig? Zu Anfang der ersten Erzählung freut sich Atlan, dass die Frauen einer Steinzeitmenschensippe auch mit auf die Jagd gehen und die Gesellschaft unverdorben von modernen Moralvorstellungen ist. 30 Hörminuten später sind die Frauen aber wieder Heimchen am Feuer und die schönste von allen Himmelt den göttlichen Arkoniden an. Kneifel, as Kneifel can.

Wer soll das lesen?

Natürlich ist “An der Wiege der Menschheit” ein großer Spaß, wenn man sich drauf einlässt. Aber ich wage einmal zu behaupten, dass ein Mensch, dem die Grundzüge des Perryversums unbekannt sind, mit dem Buch wenig anfangen kann. Dazu ist die Rahmenhandlung zu tief in die Serienhistorie eingebettet, und auch in den Hauptgeschichten selbst tauchen immer wieder Elemente auf, von denen ich vermute, dass sie sich dem rhodanistisch unbelasteten Leser nicht sofort und von selbst erschließen. Interessant wäre es, “Bruder der stählernen Wölfe” in der unbearbeiteten Version zu lesen. Mal schauen, sind ja bald Ferien. Die Wiege der Menschheit war zumindest nicht mein letzter Hörblauband für lange Autofahrten.

Aber jetzt lese ich noch fix BARDIOC zu Ende, und dann bin ich mal einfach so frei eine schöne lange Sommerpause einzulegen. Keine Ahnung, welches Buch mir da vor die Füße fällt.

Ostern 2043

Am Ostersonntag des Jahres 2043 hoppelt im Freizeitpark hinter der Robotfabrik unverhofft ein kleiner Hase herum, dem die Kontrolllampe hinter dem Ohr fehlt. Ist das etwa ein echtes Tier? Vielleicht sogar eine gefährliche Bestie? Ist die Suche nach Konzentrateiern jetzt noch sicher? Oder handelt es sich einfach um die nächste Generation von Robothasen, die so perfekt ist, dass auf das kleine rote Lämpchen für die Wartungsroboter verzichtet werden kann?

Diesen Fragen ging Martin Voigt in seiner Kurzgeschichte “Ostern 2043” nach, die auf der Leserkontaktseite der zweiten Auflage von “Die grünen Götter von Markolan” abgedruckt wurde.

Ganz gleich, ob ihr heute Schoko-Ilts und Konzentrateier, doch lieber gefärbte Hühnereier und Schokohasen sucht, oder einfach nur das wunderbare Wetter genießt – macht euch ein paar schöne Tage, seid nett zueinander, lest ein gutes Buch oder tut, was immer euch glücklich macht.

In diesem Sinne: Schöne Feiertage, frohe Ostern und Ad Astra.

Die LKS reißt es raus

Das gute an so einer Sommererkältung ist ja die Zeit zum Lesen, die man auf Sofa oder Bett unweigerlich hat. Dass mich der Altmutantenzyklus nicht so wirklich vom Hocker haut (um es mal freundlich zu sagen), ist eher nebensächlich. Schließlich sind das ja nur 30 Hefte. Der anstehende Zyklusrückblick wird also nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Aber selbst bei eher mäßiger Handlungsführung erfreut mich die Leserkontaktseite immer wieder mit einigen schönen Perlen der Leserbriefkunst. Beispiele Gefällig? Bitte sehr: Heft 582 – Die Mutantenfänger.

Atlans Liebesleben scheint ja echt ein Aufhänger zu sein. Immerhin haben seine Gefährtinnen einen ellenlangen Lexikonartikel, und auch mancher Leser lässt sein Kopfkino heißlaufen:

“Atlan und die übrigen Unsterblichen brauchen ab und zu Mädchen (nicht als Ehefrauen!) Atlan hat seit 1000 Jahren keine. Hat er eigentlich mit Mirona Thetin aktiv geschlafen oder nur passiv? (Quelle: PR 582, Verlag Pabel Moewig, 1972)

Neben der Frage, was denn “passives miteinander Schlafen” sein könnte, hat mich das Ausrufezeichen zutiefst erheitert.

Echt mal, jetzt … Ehefrauen im Perryversum? Die gibts da nur auf der Anzeigenseite, wenn auch nicht in Heft 582. Da waren diesmal nur “Das Erfolgsbuch für Männer” und das Spezial-Arzneimittel “Sexvital” zu finden.

 

 

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