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von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

Kategorie: Empfehlungen (Seite 13 von 13)

Ab und zu lese ich Dinge, die ich so gut finde, dass ich sie gern weiterempfehle. Manchmal muss ich auch einfach nur ein paar Gedankensplitter festhalten. Das landet alles hier.

Andromedings – Eine Rückschau am offenen Hefte – Teil 1

ES, irgendwelche Kosmokraten, NEO-Expokraten oder schlicht der Zufall wollten es, dass ich sowohl den klassischen Zyklus “Die Meister der Insel” als auch die Perry-Rhodan-NEO Staffel “Die zweite Insel” parallel lesen kann. Beides zum allerersten Mal, was mir vor einigen Wochen auch schon ein signiertes Plakat zu NEO 150 eingebracht hat. Vielen Dank noch mal nach Rastatt.

Nach der Niederlage von Iratio Hondro kann es nun also endlich losgehen. Ich habe mir vorgenommen, bei diesem Zyklus nicht nur meinen Abschlusseindruck zu hinterlassen, sondern immer mal wieder zwischendurch kurz innezuhalten und ein wenig meine Eindrücke zu schildern.
Mein Vorwissen zum klassischen MdI-Zyklus beschränkt sich auf einige prominente Schlagworte, wie “Faktor”, “Icho Tolot”, “Mirona Thetin”. Bei Neo habe ich zwar alle Texte da (alte Sammlerseele …), bin aber irgendwo nach der dritten Staffel ausgestiegen und habe fortan nur noch wenige Einzelbände gelesen, habe also auch mit Sicherheit einige recht große Wissenslücken.

Doch nun genug der Vorrede.


Die klassischen Meister der Insel

Im klassischen Zyklus bin ich in den letzten Tagen bis zum Band 211 vorgedrungen. Im Einzelnen kenne ich bis heute folgende Hefte:

200 – Die Straße nach Andromeda (K. H. Scheer)
201 – Sternstation im Nichts (Kurt Mahr)
202 – Die Retter der Crest (Clark Darlton)
203 – Die Stadt der Verfemten (William Voltz)
204 – Das Drung (Kurt Brand)
205 – Der Wächter von Andromeda (H. G. Ewers)
206 – Die Schrecken der Hohlwelt (Kurt Mahr)
207 – Die 73. Eiszeit (William Voltz)
208 – Die blauen Herrscher (Kurt Brand)
209 – Im Banne der Scheintöter (Clark Darlton)
210 – Auf den Spuren der Crest (H.G. Ewers)
211 – Geheimwaffe Horror (K. H. Scheer)

Stark fand ich Band 200, der mit Icho Tolot einen Charakter brachte, der im Gegensatz zu Lemy Danger von der ersten Zeile an funktioniert hat und nicht bloß am Rand herumsteht und auf seinen Partner schimpft (Pfirsich Melbar ist ja immer noch dabei. Upsi. Wie hat der das denn geschafft?)
Und das Sonnensechseck war natürlich auch eine großartige Idee.
Ein wenig rätselhaft bleibt für mich das Motiv des Sprungs nach Andromeda. Zwar gab es da bei den Blues mal ein paar Andeutungen, aber das Hauptmotiv scheint doch zu sein: “Hey cool das ist unmöglich, lass mal machen” – im Grunde also die von Atlan schon oft zitierte nicht zu bremsende Entdeckungslust der Terraner. Nun gut, sei es so, in der Milchstraße wäre bestimmt auch noch Platz gewesen.

Was dann folgt, ähnelt der klassischen Computerspieldramaturgie. Man landet, weil das Triebwerk fehlt, nicht direkt in Andromeda, sondern auf einer Zwischenstation, die sich – wie könnte es anders sein – schnell als Falle entpuppt, der es zu entrinnen gilt. Level für Level geht es durch die einzelnen Fallen, bis es ein wenig langweilig wird, und die Level in der Hohlwelt sogar räumlich greifbar werden. Das hat mich ein wenig an das Motiv der 25 Unsterblichkeitseier erinnert.

“Lass mal was verstecken, Karl Herbert.”
“Ist klar Walter, dann können wir das so lange ziehen, wie es uns passt.”

Dramaturgisch unschön, aber Rettung naht, Perry und seine Kumpels landen in einer Falle, die sie winzig werden lässt, und der sie nicht innerhalb von 64 Seiten entfliehen können. Mal schauen, wie es weitergeht.

Bis jetzt empfinde ich den Zyklus als leicht verdauliche Abenteuerkost mit ein wenig Foreshadowing (immerhin wurde die Existenz ominöser Meister schon mal angedeutet), allerdings weit davon entfernt, einen Legendenstatus zu rechtfertigen.

Vermutlich bin ich zu unsentimental. Mal schauen, wann die Handlung endlich Fahrt auf- und das Fallengehoppse abnimmt.

Was mir richtig gut gefallen hat, waren die Hefte von Kurt Mahr. In den vorangegangenen Zyklen konnte ich mit seinen Romanen wenig anfangen, vor allem, wenn er sich in die Bekämpfung irgendwelcher Aufständischer verstiegen hat. Das war mir viel zu autoritär und atmete doch schon sehr den Geist der konservativen frühen Sechziger. Ganz anders bei den Meistern der Insel. Hier darf er wieder der Physiker vom Dienst sein, und schafft es sogar, die Grundlagen der Kernchemie in einen Roman einzubauen. Das hat mir gut gefallen, so darf das gern weitergehen.


Ein Blick nach Neodromeda

Nach elf Heften in zwei Tagen habe ich eine kleine Perrypause eingelegt, und mich folgenden NEO-Heften gewidmet:

150 – Sprung nach Andromeda (Rüdiger Schäfer)
151 – Werkstatt im All (Arno Endler)

Dabei gehört Band 150 pro forma ja noch zum vorangegangenen Zyklus. Da Rüdiger Schäfer den Band aber in einem Interview selber als einen Übergangsband außerhalb der starren Reihenfolge bezeichnet hat (wenn auch nicht wörtlich, sondern eher sinngemäß) gehört er für mich zum Andromedazyklus. Das wird der Herr Rhodan schon verschmerzen.

Band 150 zeichnet einerseits das aus, was ich in den ersten drei NEO-Staffeln wirklich toll fand. Herr Rhodan ist keine Abziehfigur eines Superhelden, sondern ein Mensch mit Ecken, Kanten und Fehlern. Exemplarisch möchte ich nur die Stelle am Anfang nennen, an der Rhodan bei der Aufzählung seiner Familie seinen Stiefsohn vergisst, und diesem damit große seelische Schmerzen zufügt. (Was? Wie? Perry hat einen Stiefsohn? Ich muss da glaub ich mal was nachlesen. Wie passiert den so was?)
Von einer zerstörten Erde (Häh! Ich muss echt mal nachlesen. Bald sind ja wieder lange Winterabende) brechen Perry und seine Kumpels nach Andromeda auf. Die Motivation bleibt mir zunächst etwas unklar. Kann es nicht auch in der Milchstraße eine neue Heimat geben? Muss man dazu gleich so weit weg? (Jaha, ich werd das nachlesen, ist gut jetzt!) Erst im Nachfolgeband steht dann was davon, dass man Atlan und Mirona Thetin finden müsse (Häh? Die gibt es im Neoversum schon? Herr, lass Winter werden, ich muss lesen …)

Nach all der Menschelei folgt dann andererseits ein klassisches Abenteuer, das mich von seiner Struktur her doch stark an klassischen Perry Rhodan erinnert hat. Das Raumschiff wird scheinbar vom Alien der Woche gekapert, es rumst ordentlich und am Ende war alles ganz anders. Viel perryöser geht es nicht. Ich habe mich zeitweise wie in einem Crossover aus “Aliens” und “Tribbles” gefühlt und musste doch das eine oder andere Mal an PR 209 – Im Banne der Scheintöter denken; nur diesmal mit Spinnen statt mit gelben Äffchen.

Schöner Auftakt, wenn mir auch Icho Tolot fehlt, von dem ich weiß, dass es ihn im Neoversum schon gibt. Dafür ist Eric Leyden mit an Bord – dieser uneheliche Sohn von Sheldon Cooper und Gregory House. Großartiger Charakter und so viel plastischer und noch viel nerviger als sein Namensvetter Tyll Leyden aus dem klassischen Perryversum. In meinen Augen ist der frühstücksgeile Katzennarr ein absoluter Höhepunkt des Neoversums.

Etwas ratlos ließ mich dann Band 151 zurück. Zwar ist mir KA-preiswert namentlich aus dem Perryversum bekannt, trotzdem fehlt mir hier eine direkte Vergleichsmöglichkeit. Mal schauen, wann KA-preiswert im klassischen Zyklus auftaucht.
Meiner Meinung nach krankte das Heft ein wenig daran, was vielen NEOs gern vorgeworfen wird: ist Perry Rhodan einfach nur doof oder komplett verzweifelt? Ich lass doch niemanden an meiner Karre rumschrauben, den ich nicht kenne und irgendwas einbauen, wovon ich keine Ahnung hab. Und schon mal gar nicht, wenn ich mal eben in der Nachbargalaxie bin. Sollte Rhodan verzweifelt sein, kam mir persönlich da nicht genug durch. Sollte der NEO-Rhodan einfach nur doof sein, fände ich es schon fast wieder cool. Man überlege nur mal, mit welcher Hemdsärmeligkeit der Klassikrhodan in den ersten 199 Romanen durchs all düst und mal eben Imperien aufbaut und zerschlägt. Ein bisschen doof ist das doch auch, oder?

Wurst, in NEO 151 gefiel mir das Dauergeflirte. Endlich mal Sex and Crime nach 211 Heften 60er-Prüderie. Ich hab die Szenen um den hilflosen Tim Schablonski, seine außerirdische Verehrerin und seine eifersüchtige Freundin gern gelesen.

Lassen sich “Die Meister der Insel” und “Die zweite Insel” vergleichen?

Vergleichen lässt sich bekanntlich alles miteinander. Fraglich ist nur, ob das auch sinnvoll ist. Schließlich haben sich das Perryversum und das Neoversum einfach viel zu weit auseinanderentwickelt.
Bis jetzt habe ich nicht das Gefühl, einen Abklatsch oder ein billiges Remake zu lesen. Vielmehr startet mit Band 150 wohl eine spannende SF-Geschichte über 10 Bände, die sich bekannter Motive aus den Meistern der Insel bedient. Wie geschickt, spannend und unterhaltsam das wird, werden die nächsten Wochen zeigen.

Derzeit liegen die Hefte bis 220 sowie NEO 152 von Kai Hirdt auf meinem Tisch. Mal schauen, wann ich das nächste Mal Rückschau halte.

Auch so eine Art Robotregent

Am Sonntag war Gratiscomictag, also der Tag, an dem Comichändler und -verlage eine Reihe von Sonderdrucken unters Volk werfen, um für das Medium Comic in Deutschland zu werben. Wie ich finde, eine tolle Sache.
Natürlich nahm mein Haus-und-Hof-Dealer von der Sammlerecke in Koblenz auch daran teil.
Dummerweise führt dieser Tag trotz seines Namens bei mir immer zur Geldausgabe. So will es das Gesetz.

Zufällig stand auf der Theke so ein Pappaufstellerpräsentationsdings des Carlsen-Verlages, der gerade sein 50-jähriges Jubiläum zelebriert (unter anderem mit einer Blake & Mortimer Sammelausgabe (mein armer Geldbeutel)). In dem Aufsteller präsentierten sich optisch sehr hübsch aufgemachte Two-in-One Bände populärer Carlsen-Comics. Am “Yoko Tsuno” Doppelband konnte ich dann nun doch nicht vorbei gehen, da ich die Serie schon lange auf meinem Radar hatte. Und bei knapp 10 € für zwei Abenteuer – das ist ja immerhin fast gratis.

Und was hat das jetzt bitte mit dem Erben des Universums zu tun?

Jetzt habe ich ja kürzlich den Handlungsbogen um Arkons Robotregenten verschlungen. Diese komplett degenerierten Dekadenzler, die alle Macht an einen logisch entscheidenden Computer abgetreten haben und irgendwie nichts mehr auf die Kette bekommen, bis der Einsame der Zeit auftaucht und mit Kumpel Perry dicke Hose macht – ihr kennt das.

Yoko Tsuno wiederum trifft im Abenteuer “Unterirdische Begegnung” auf die Vineaner, die seit Jahrtausenden im Erdinneren Leben und von einem allmächtigen Computer terrorisiert werden, der keinerlei Fehltritte erlaubt und erst von Yoko Tsuno und einer jungen Vineanerin, die übrigens lange weiße Haare hat, abgeschaltet werden kann.

Wie sich die Universen doch ähneln …

Ich habe die Lektüre der beiden so unterschiedlichen und doch so ähnlichen Robotregentenabenteuer auf Arkon und im Erdinneren in vollen Zügen genossen.
Yoko Tsuno ist im Gegensatz zu Perry keine Astronautin, obschon es wohl einen Haufen Weltraumabenteuer auf Vinea gibt. Vielmehr ist sie eine extrem toughe Frau, Japanerin, bestens gekleidet, intelligent, studiert und fit in allerlei fernöstlicher Kampfkunst. In mancher Hinsicht scheint Yoko Tsuno eher Freund Bond zu gleichen. In einer oft stereotypen Abenteuergeschichtenwelt hebt sich Yoko Tsuno als selbstbestimmte Frau wohltuend vom Einheitsbrei so mancher Comics ab. Unbedingte Leseempfehlung für alle Freunde klassisch franko-belgischer Abentuergeschichten.

Die einzlenen Bände erscheinen bei Carlsen im Softcover. Alte Bände sind als Hardcoversammelbände erhältlich. Ich werde dann demnächst da mal tätig werden. (Da meine Gattin mitliest: Ja, die stehen auf der Geburtstagsliste.)

Übrigens …

… schreibe ich heute noch einen zweiten Post, weil ich euch einen Blog empfehlen möchte.
Stephanie ist ein Mensch mit unglaublich vielen Interessen, und sie ist genau wie ich noch ziemlich neu im Perryversum. Und genau wie ich bloggt sie darüber.

Unter dem Hashtag #kleinerKometimPerryversum teilt sie ihre Gedanken und Eindrücke zum größten Literaturprojekt der Menschheit. Dabei verfolgt Stephanie anscheinend einen etwas anderen Ansatz als ich, was ihren Blog für mich extrem spannend macht. Außerdem frönt Stephanie all ihren Interessen in einem einzigen Blog – im Gegensatz zu mir.
Wer immer auch ein Herz für Literatur, Kunst und Fantasie hat, dem sei ein Blick auf den kleinen Kometen empfohlen.

Stephanie und ich hatten schon ein wenig Kontakt auf Twitter, und ich sag mal so: Sie hat mir bei einer Aktion mit wertvollen geholfen, die ich demnächst veranstalte, wenn ich meinen Raumschifffriedhof abgewrackt habe, weil ich für die Aktion ein wenig Platz im Zimmer brauche. Danke nochmal für deine Tipps, Stephanie.

Zustand des Heftehaufens am 15.04.2017

Das kosmische Erbe – Band 2900 ist da!

Die Deutsche Post war diesmal schnell und hat mir meinen wöchentlichen Perry schon am Donnerstag in den Briefkasten geworfen. Da heißt es natürlich, die Druuf, von denen ich gerade lese, kurz in ihrer Zeitebene zu lassen, um mich sofort dem neuen Band widmen zu können. Schließlich handelt es sich um den Auftakt des “Genesis Zyklus”. (Ist nur mir aufgefallen, dass nach Botschafter KOSH aus Babylon 5 jetzt das Genesis-Projekt aus Star Trek II ins Perryversum überführt wird?)

Scherz beiseite. Es folgt der Versuch einer spoilerfreien Rezension:


Worum geht es?

Die Terraner machen eine seltsame Entdeckung auf dem Merkur, woraufhin es ziemlich im Karton rappelt, woraufhin etwas noch Seltsameres passiert, worauf hin es so richtig derbe im Karton rappelt, woraufhin etwas noch unglaublich viel Seltsameres passiert, woraufhin Perry Rhodan nicht anders kann, als den verdienten Urlaub mit Frau Dorksteiger abzusagen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Klingt nach klassischem Perry Rhodan, ist es auch.

Was hat mir gut gefallen?

Der Anfang, Baby, der Anfang. Was Verena Themsen da hinlegt … Ich bin begeistert. Eine wundervoll langsame Einleitung, bei der vor meinem inneren Auge Bilder aus “2001 – Odyssee im Weltraum” auftauchten, filmische Szenen, wie sie Frank Schätzing vermutlich schreiben würde, wenn dieser nur den Bruchteil seiner üblichen Seitenzahl zur Verfügung hätte.
Verena Themsen schafft es, auf den ersten zwanzig Seiten, den neuen Roman, einer Beethoven-Symphonie ähnlich, mit einer wundervoll langsam Einleitung zu versehen. Fabelhaft mystische und sehr geheimnissvolle Szenen auf dem Merkur, perfekt getimed mit faszinierenden Charakteren. Und dann geht die Post ab. In der zweiten Hälfte des Romans kommt es Schlag auf Schlag und wird immer kosmischer.

Ein Fest!

Das Ende, Baby, das Ende. Offensichtlich wird auch im Jahr 1551 NGZ auf Islay noch Whisky gebrannt. Ein überaus beruhigender Gedanke. Ob sich der derzeitige Whiskywahnsinn bis dahin entspannt hat, oder ein 18-jähriger Scotch exorbitant teuer ist … es steht in den Sternen.

Und Verena Themsen gebraucht das Wort “Schabernack”. Hach, ich liebe es.


Was hat mir nicht gefallen?

Da es sich um einen Jubiläumsband handelt, hätte es ruhig ein wenig mehr Umfang sein dürfen. Ich weiß, Heftromanserie, das Format, geschenkt. Dafür hat Band 3000 dann den dreifachen Umfang. Hoffentlich.

Ist “Das kosmische Erbe” als Einsteigerroman geeignet?

Als jemand, der mit Band 2573 eingestiegen ist, halte ich jeden Perry-Rhodan-Roman für einen potenziellen Einsteigerroman. Dann muss man eben ein wenig die Perrypedia nebenher lesen. Nee Quatsch. So ein Zykluseinstieg sollte ja schon einen leichteren Einstieg bieten, als irgendein Heft mittendrin.

Das kosmische Erbe macht sicherlich ein neues Fass auf, weckt ordentlich Neugier und auch Neuleser werden dem Roman gut folgen können. Die wenigen bekannten und etablierten Figuren werden ausreichend in einem halben Absatz beschrieben, wichtige Details der vorhergehenden Handlungen werden zumindest kurz erwähnt und dienen dem Neuleser als Anhaltspunkt für weitere Recherche in der Perrypedia. Die Laren und das atopische Tribunal werden kurz angerissen, aber zu kurz, um bei völlig ahnungslosen Lesern ein einigermaßen verständliches Bild zu vermitteln. Hier bietet sich die Lektüre der Zykluszusammenfassungen ab Band 2700 in der Perrypedia an; oder eben eine Menge Geduld und ein wenig Eigeninitiative. Aber auch das ist typisch Perry Rhodan. Irgendwann fängt jeder an, erschließt sich Dinge durch Recherche, fügt sein eigenes Bild zusammen und beginnt so langsam in diesen gigantischen Kosmos reinzuwachsen. Geht mir ja nicht anders.

Insofern: Ja, “Das kosmische Erbe” ist ein Einstiegsroman, erfordert aber ein wenig Eigeninitiative.

Was erwarte ich von den nächsten 100 Heften?

Ich hoffe inständig, dass es diesmal nicht beim bloßen Namedropping alter Bekannter bleibt, sondern die Rückbezüge, die im Auftaktroman angelegt sind, ein wenig mehr aufgegriffen werden, als in den vorangegangenen Zyklen. Interessant wird hoffentlich auch die Verknüpfung mit der Miniserie “Terminus” die im kosmischen Erben einen Miniauftritt hat.
Und bitte, wenn Perry Rhodan den Weltenbrand als Tatsache ansieht, dann sollte spätestens in band 2999 ordentlich die Dingenskirchen am Dampfen sein um dann in Band 3000 mal wieder einen größeren Bruch einzuführen.

Fazit

Verena Themsen hat einen sehr schönen Auftaktroman zum neuen Zyklus geschrieben, der bei mir Vorfreude auf die nächsten 99 Hefte weckt und der mich vor allem durch seinen Erzählrhythmus begeistert hat.

Und übrigens

Dies ist KEIN sponsored Post. Ich habe KEINE wie auch immer geartete Gegenleistung erhalten und KEIN Belegexemplar vom Verlag zugesendet bekommen. Mein Heft war nur schon am Donnerstag in der Post und ich hatte heute zwei Stunden Zeit zu lesen.

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