von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

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Monatsrückblick – April 2020

Wohlan, der Wonnemonat hat begonnen! Wir sitzen zu Hause und organisieren unser Leben neu. Nachdem der letzte Rückblick und irgendwie auch der Lesemonat März komplett dieser Umorganisation zum Opfer gefallen ist, finde ich endlich mal wieder Zeit für einen kleinen Rückblick.

So lief die Leserei

Nachdem ich im März 2020 quasi nicht zum Lesen gekommen bin, weil einfach nahezu alle Zeit für Alltagsorganisation drauf ging, kehrte im April wieder langsam so etwas wie Routine ein. Ich habe einfach gespürt, wie wichtig mir meine tägliche Stunde Realitätsflucht im Weltraum über die letzten Monate und Jahre geworden ist. So ist es dann auch kein Wunder, dass ich endlich in der aktuellen Erstauflage mal aufgeholt und Mission SOL 1 beendet habe. Aber dabei habe ich es nicht belassen, sondern mich zudem noch wacker durch den Schluss des „Hanse-Zyklus“ gegraben.

Die Lektüre dieses Zyklus hat bei mir einiges ins Wanken gebracht. Ich hatte mich ziemlich auf die Voltz-Ära gefreut, weil ich jeden Einzelroman von ihm wirklich feiere. Aber als Expokrat … puh … also ich sag mal so: Der Anfang des Armada-Zyklus ist ziemlich spannend und auch wieder sehr stringent, ohne die kosmische Komponente zu vernachlässigen. Und Hubert Haensel hat mich mit dem „Burgen-Zyklus“ versöhnt. Kurzum: Die Hanse war seltsam. Aber so etwas kann mich nicht aufhalten. So!

Außerdem war ich mal neugierig und habe mit großer Begeisterung die EUROPA-Hörspiele aus den 1970ern gehört. Ihr wisst schon, die drei Planetenromane. Das war ein großer Spaß, eine tolle Zeitreise und auf jeden Fall einen Blogartikel in den nächsten Tagen wert.

Für den nächsten Monat warten der nächste Armada-Abschnitt, das erste Drittel von Mission SOL 2, und als Ausgleichsliteratur Transport 5 von Philip Petersson und 2030 von Thomas Rabenstein. Mal schauen, was davon vom SUB ins Regal wandert. Ich werde natürlich berichten.

So lief die Bloggerei

Mit Wiederfinden einer Leseroutine kam die Bloggerei auch wieder von alleine. Neben dem obligatorischen Zyklusrückblick gab es zwei kleine Fundstellen im Armadazyklus und einen Zufallsfund über den Zusammenhang zwischen Herrn Rhodan und meinem Studienfach Botanik.

Das machte der Sammlungsaufbau

Die letzten Monate waren bei mir nicht nur vom Corona-Ausnahmezustand geprägt, sondern auch von großen Veränderungen im privaten Umfeld. Teil davon war auch eine Neuordnung meiner Bücher- und Heftromansammlung. Noch ist da nicht alles abgeschlossen, aber die Rhodan- und Atlanbücher haben schon mal ein neues Regalzuhause gefunden. Ich müsste da mal ein Video zu machen. Klingt doch nach einem schönen Sonntagsprojekt.

Ein anderes Video ist bereits fertig. Nachdem ich per kontaktloser Übergabe eine Kiste Rhodanbücher bekommen hatte, schrie mein Telefon sehr laut danach, mal die Kamerafunktion anzuwerfen. Herausgekommen ist ein improvisiertes Filmchen, eine Art Unboxing ohne Deckelöffnen.

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Und sonst so?

Mir fehlen die echten Treffen mit den anderen Raketenheftbekloppten. Zwar gibt es eine Menge Aktivitäten über Discord und Skype, aber so ein echte Kölsch beim ColoniaCon oder ein Weizen in Garching ist doch etwas ganz anderes.

Wie schrieb Alexandra Trinley auf Twitter letztens so schön:

„Society of Absent Friends“ hat eine neue Bedeutung gewonnen. #Cons #Stammtische #Twitterbande #PERRY_RHODAN

https://twitter.com/Toloceste/status/1253672754915803139?s=20

Ach, und wo wir gerade bei Cons sind. Ob und wie der BrühlCon 2020 stattfindet, kann aktuell wohl niemand sagen. Was wir schon sagen können: Der BrühlCon 2021 wird auf keinen Fall in zeitlicher Konkurrenz zum GarchingCon stattfinden, soviel ist seit Wochen klar.

Ich glaube, die meisten von uns warten darauf, die anderen endlich mal wieder live, real, echt und in Farbe wiederzusehen, nicht bloß im Trivid.

In diesem Sinne: Ad Astra, gehabt euch wohl, bleibt gesund und bis hoffentlich ganz bald.

Mir fehlen die Cons

Ein Leserbrief weckt Wehmut

Wir leben in wilden Zeiten, die Corona-Pandemie gibt den Takt unseres Alltags vor und scheinbare Selbstverständlichkeiten sind plötzlich alles andere als sicher. Ich mag nicht jammern. Irgendwann werden wir unsere Cons schon wieder zelebrieren können, ohne auf Skype, discord oder ähnliche Lösungen angewiesen zu sein.

Eins der intensivsten Conerlebnisse war für mich der letzte GarchingCon. Nach dem WeltCon 2011 war das für mich das endgültige Eintauchen ins Fandom. Ein intensives Wochenende unter gleichgesinnten, Menschen, die man bis dahin nur online kannte, bekamen plötzlich ein Gesicht, Kaltschalen mit dem ein oder anderen Kreativen, gemeinsame Pläne … so etwas funktioniert einfach am besten im direkten Treffen.

Bei der Lektüre von Band 1108 – Sturz aus dem Frostrubin kamen all diese wunderbaren Erinnerungen wieder hoch, als ich den Leserbrief eines gewissen Dieter Wengenmayr las, der über sein Hobby Weltraumphilatelie berichtete und anbot, dieses Thema auf Cons vorzustellen.

© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 1982

Ob Dieter damals schon geahnt hat, was aus diesem Leserbrief einmal werden würde?

Auch wenn der GarchingCon im Jahr 2020 ausfallen muss, so freue ich mich auf den NachholCon im Herbst 2021 und zehre so lange von meinen Erinnerungen aus dem Jahr 2018. Übrigens, bevor jemand den Con-Wahnsinn im Herbst 2021 befürchtet: Der BrühlCon 2021 wird nicht in zeitlicher Konkurrenz zu den anderen Veranstaltungen stattfinden.

Pläne für das Jahr 2020

Während ich heute über Tag noch zurückblickte, war mein Freund Volker schon wieder mit dem Kopf in den Wolken und hat sich Gedanken um die kommenden Monate gemacht. Da unsere rhodanistischen Pläne wohl nahezu deckungsgleich sind, bin ich so frei, dieses Video hier einfach mal einzubinden. Vielleicht sieht man sich ja bei der ein oder anderen Veranstaltung. Hat noch wer konkrete Pläne? Dann immer her damit.

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Volker erzählt was zu unseren Plänen für 2020. (Datenschutzplugin, scharzer Frame, draufklicken … Sie kennen das. Nur Mut.)

Mein Rhodanjahr 2019 im Rückblick

Für das Jahr 2019 im Perryversum ist lediglich die Geburt von Atlans späterem Leibwächter Tombe Gmuna verzeichnet. In unserem Universum, speziell auf meiner Lesereise ist schon ein wenig mehr passiert. Zeit für einen rhodanistischen Blick zurück.

Jubiläumsfrühjahr

Das Jahr 2019 begann mit einem lang erwartete Jubiläum: Band 3000 der größten Raketenheftserie der Welt sollte erscheinen. Leider hat Bauer Media, der Konzern, der hinter dem Unsterblichen und seinen Kumpels steht, die Chance auf einen erneuten großen WeltCon verstreichen lassen. Stattdessen gab es eine kleine, wenn auch sehr feine Veranstaltung im Literaturhaus München, zu der 300 Fans Einlass erhielten. Zum Glück war ich einer davon. Ich bin aber bis heute nicht das Gefühl los, dass die Verantwortlichen bei BauerMedia bis heute nicht verstanden haben, welche Legende da unter ihren zahlosen Zeitschriften schlummert. Aber vielleicht besinnt man sich 2021 zum nächsten Jubiläum ja eines Besseren. Mal schauen. So blieb ein toller Trip mit Freunden in die bayrische Hauptstadt, Eschbachs Buch vor dem offiziellen Erscheinungstermin und eine durchaus gelungene Literaturveranstaltung.

Vier Bekloppte auf dem Weg nach München

Lesefreier Sommer

Auf ein rhodanistisches Frühjahr folgte ein Sommer, in dem Literatur nur eine untergeordnete Rolle spielte. Zuerst zog es mich zu Fuß nach Schottland. Dort begleitete mich das Imagoprojekt von Robert Corvus ein Stück. Da es sich aber um einen dicken und durchaus empfehlenswerten Wälzer handelte, ließ ich das gute Stück auf einem Zeltplatz zurück, auf dass es einem anderen Leser ein paar schöne Stunde bereite.

Im Sommer erblickte ich endlich wieder die Fjorde Norwegens, diesmal mit dem ersten Teil der Dunkelwelten-Trilogie in der Tasche. Stilecht konnte ich ein paar Seiten im Lichte der Mitternachtssonne auf den Lofoten-Inseln lesen, was zu meinem zweiten Leserbrief auf der LKS führte. (Bandnummer weiß ich nicht mehr, leider. Aber es kommen ja noch ein paar Winterabende zum Suchen.)

Perry Rhodan auf den Lofoten-Inseln
Dunkelwelten unter der Mitternachtssonne

Der BrühlCon bringt wieder Leben in die Bude

Mehr oder weniger schleichend hatte sich der Unsterbliche aus meinem Sommerleben verabschiedet, ich begann ihn irgendwann zu vermissen, fand aber den Einstieg nicht mehr so richtig. Vielleicht, eventuell … aber dann kam der BrühlCon, und mit ihm neue Motivation.

Gucky und seine Freunde auf dem BrühlCon

Zu dieser Zeit wagte ich das Experiment und stieg zum ersten Mal auf Hörbücher um. Der Pan-Thau-Ra-Zyklus bot sich mit seinen vier Silberbänden ja durchaus an. Schön wars, aber ich war dann doch froh, mit den kosmischen Burgen endlich meine Hefte wiederzuhaben. Es geht doch nichts über Papier!

Verwirrung und ein Jubiläum zum Jahresabschluss

Die kosmischen Burgen dürfen bisher den sehr subjektiv verliehenen Titel „Zyklus mit der schlechtesten Lesbarkeit“ tragen. Ich habe großen Respekt vor der Voltzschen Leistung, so viele Fäden vor Band 1000 zu verknüpfen, aber so wirr? Nun gut, ich höre den Zyklus gerade noch einmal in der Silberbandreihenfolge. Ich bin gespannt, ob die Handlung dann klarer wird.

Band 1000 erfreute mich dann durchaus. Wobei ich die 3000, wenn man nur das Einzelheft betrachte, als deutlich relevanter für den Serienkosmos ansehe. Aber meine Gedanken zum Vergleich dieser beiden Jubiläumsbände sind noch nicht so ausgegoren, dass ich sie hier schriftlich festhalten könnte. Mal schauen. 2020 ist auch noch ein Jahr. Die kosmische Hanse liest sich jedenfalls deutlich besser. Und ich mag sogar (Hallo Ralf ;)) die Betschiden.

Und was bringt das nächste Jahr?

Außer den üblichen Wünschen wie Weltfrieden und Gesundheit steht für Freunde des gepflegten Rhodanismus ne Menge an. Los geht es hoffentlich mit der Buchmesse in Leipzig, die ich 2019 leider auslassen musste. Dann gibt es zwischen München und Köln ein paar nette Cons (natürlich auch den 4. BrühlCon). Hinter dem Mond bei Norbert Fiks brennt auch wieder Licht. Da muss ich echt aussuchen, was ich davon mitnehme. Aber am wichtigsten sind für mich die persönlichen Begegnungen zwischendurch. Und dabei denke ich zum Beispiel an ein Treffen inm Heinz Nixdorf Museum in Paderborn …

Mal einfach abwarten. Oder wie ein weises Wesen einst sagte:

Schwer zu sehen, in ständiger Bewegung die Zukunft ist.

(Yoda)

Jahresrückblick 2018

So! Dann gehe ich mal Blogaufgabe zwei für diesen Monat an: Wie war das Jahr 2018 so aus der Sicht eines Heftehaufenbetreibers, was hat mir Spaß gemacht und was war vielleicht auch doof? Und werde ich mich überhaupt an alles erinnern können? Wir werden sehen. Lass mal anfangen.

Heftehaufen unterwegs

Im Rückblick auf das letzte Jahr freue ich mich über eine doch recht rege Reisetätigkeit. Drei Cons und eine Messe, dazu viele weitere kleinere Treffen haben mich durch das Jahr begleitet.

Den Conreigen eröffnete der GarchingCon, der in diesem Jahr im Exil stattfand, was der Stimmung für mich keinen Abbruch tat, da ich ohnehin keinen Vergleich hatte. Was die Münchner Fanbasis da regelmäßig und seit langer Zeit auf die Beine stellt, ist schon richtig großartig. Ein tolles Programm zu vielen Facetten des Raketenhefthobbys haben Volker und mich drei Tage lang erfreut. Hinzu kamen wunderbare Begegnungen mit Menschen, die ich bisher nur online kannte oder lange nicht mehr gesehen habe. Der GarchingCon ist eine Veranstaltung, die ich gerne regelmäßig besuche. Ein kleines Wiedersehen mit den Münchnern gibt es ja Anfang Februar.

Bloggertreffen am Kölner Rheinufer mit Sven Fesser, komischem Typen und Volker Hoff (v.l.n.r.)

Den Conreigen beschloss der ColoniaCon, eine ebenfalls aus dem Fandom nicht wegzudenkende Veranstaltung, wenn auch diesmal in etwas kleinerem Rahmen. Dies mag vielleicht an einem gewissen Besuch in Köln gelegen haben, aber die gemütliche Atmosphäre am Kölner Rheinufer hatte ein bisschen was von Familientreffen. Der Nachklang wurde leider von der traurigen Todesnachricht Achim Mehnerts überschattet. Ich kannte im Prinzip nur seine Romane, aber wenn so jemand aus dem Fandom geht, bleibt eine Lücke …

Kurz vor dem ColoniaCon ging unser eigener MiniCon in seine zweite Auflage. Das war ein Spaß, zumal ich dort Raphael und seinen Podcast kennengelernt habe.

„Möchtegerninterviewer bedrängt Autor mit seinem imposanten Gerät.“ (Foto: Udo Moersch, Bildunterschrift: Raphael Schottel)

Das aufwändigste Ding war sicherlich die Leipziger Buchmesse, bei der ich als Blogger akkreditiert war. Eine halbe Woche Bücher und Büchermenschen, eine ganz neue Welt und dazu ein kleines Outdoorabenteuer, bei dem ich eingeschneit bin. Ich vermute, da wird der Oppa auf der Ofenbank noch seinen Enkeln von erzählen …

Der Perry Rhodan-Stand auf der Leipziger Buchmesse 2018

Heftehaufen im Netz

Das dickste digitale Ding war wohl der Umzug von Blogger auf eine eigene WordPress-Installation. Anstoß dazu gab die berühmte DSGVO, nach der ein Blogger-Blog ja nicht ganz so astrein dasteht. Mit Volkers Hilfe und der paar anderer guter Geistern habe ich den Umzug leichter gemeistert, als befürchtet. Bei der Gelegenheit ergeht noch mal der Aufruf, eventuelle Lesezeichen zu ändern. (Die Umleitung funktioniert aber noch bis auf weiteres, also keine Sorge.)

In der ersten Jahreshälfte habe ich für mich Neuland betreten, indem ich über die Olymp-Miniserie eine Reihe von Videos auf YouTube hochgeladen hat. Das war ein Spaß, den ich bei den nächsten Miniserien wiederholen werde, auch wenn es dann bestimmt keinen venusischen Feuerwhisky mehr gibt.

Ich gucke ein bisschen doof, hebe einen zu Peregrins Ehren und habe den Mauszeiger im Screenshot übersehen.

In Sozialen Medien treibe ich mich ja seit 2011 rum. (Ich habe sogar letztens noch meinen allerersten Twitteraccount gefunden, den ich mir extra für den WeltCon in Mannheim angelegt hatte. Niedlich …(Und nein, fragt gar nicht erst!)) Natürlich findet der Heftehaufen auch da statt.

Ich bin immer noch kein Facebookmensch und bin heilfroh, dass Volker das für den BrühlCon alles erledigt. Volker, hiermit ergeht öffentlicher Dank an deine Adresse, für deine Arbeit mit den BrühlCon-Accounts!

Auf Twitter treiben sich dafür ein Haufen toller Perryfans rum, denen irgendjemand den Tarnnamen #Twitterbande verpasst hat. Danke, dass es euch gibt, ihr wisst, wer gemeint ist.

Heftehaufen liest

Durchschnittlich habe ich ein Raketenheft am Tag gelesen, wobei das in keinster Weise gleichmäßig geschehen ist. Es gab Phasen, wie etwa den Sommer, in denen ich zwei Monate nahezu nicht im Perryversum unterwegs war. Dann gab es wieder Zeiten, in denen mir fünf Hefte am Tag noch zu wenig waren. Da verlasse ich mich ganz auf mein Gefühl.

Wenn ich nicht im Perryversum unterwegs war, haben mich in diesem Jahr ein paar historische Romane und Sachliteratur rund um die gescheiterte Franklin-Expedition fasziniert. Dazu kamen ein paar nette Comics der Firmen Splitter und Cross Cult.

In ein paar wenige Planetenromane habe ich noch reingeschaut und vor allem habe ich eine Menge ziemlich feinen Lesestoff von der Messe mitgebracht.

Heftehaufen sammelt

2018 ist in der Sammlerrückschau für mich das Jahr der Erforschungen. Ohne wirklich festes Ziel habe ich mich ans Finden von Büchern gemacht. Ich habe einfach Spaß am Jagen und Sammeln, und mag keine Mondsummen ausgeben für eine bestimmte Ausgabe, obwohl das Internet voll davon ist. Das wäre für mich in gewisser Weise unsportlich. Ich bin kein Komplettist, ich mag die Entdeckung.

Die ersten zwölf Bände der Platin-Edition haben ihren Weg auf den Heftehaufen gefunden.

Eine tolle Entdeckung waren fast alle Planetenromane, die kurz vor dem BrühlCon auf unerklärliche Weise in meinen Kofferraum wanderten. Danke, dass du an mich gedacht hast, Uli.

Nach so fünf abstinenten Wochen war 2018 doch ein ziemlich großartiges Rhodanjahr für mich. Mit Sicherheit habe ich einiges vergessen, einiges habe ich verklärt (was wohl normal ist), einiges ist passiert, das ich noch nicht berichten möchte (auch das ist normal). Manche Sachen sind zu einer wohligen Routine geworden, vieles habe ich neu ausprobiert. Rhodan hat mich zum ersten Mal auf eine Buchmesse gebracht, hat mir jede Menge neuer toller Menschen beschert. Da soll noch einer was gegen diese komischen Groschenhefte sagen 😉

So, das ist das Stichwort. Ich geh mal wieder lesen. NEO Band 18 liegt aktuell auf dem Tisch. Bis demnächst.

Mein Freund Perry

Es gibt ja diese Bücher, die kaufst du, weil du chronisch neugierig drauf bist. Dann stellst du sie ins Regal und vergisst sie erst einmal. Und eines Tages springen sie dich aus dem Regal heraus an und schreien: „LIES MICH! SOFORT!“

Genau so erging mir das mit Band 14 der Perry Rhodan FanEdition – Mein Freund Perry von Ben Calvin Hary. Da für den GarchingCon 2018 meinen Fokus ja auf Fanfiction gesetzt habe, ist der Band in meine Tüte gewandert und hat mir gestern zwei sehr faszinierende Stunden bereitet.

Mein Freund Perry – (c) 2014 by PRFZ

Ben ist im Perryversum nun wahrlich kein Unbekannter, hat er doch einiges an Fanfiction veröffentlicht, einen Band zu Perry Rhodan Arkon beigesteuert und Hefte für den anderen Risikopiloten Maddrax verfasst. Außerdem ist er seit 2018 das Gesicht der Perry Rhodan Redaktion bei Youtube.

Was steht drin?

Mein Freund Perry ist kein klassischer Perry-Rhodan-Roman, bei dem irgendjemand die Welt, eine Galaxis oder sonst etwas Erhaltenswertes rettet. Mein Freund Perry ist ein Buch über das Rhodan-Lesen, die Fantasie und einen todkranken Jungen.

Tobias weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Eingeschränkt durch seine Krankheit entdeckt der Junge eines Tages die Raketenheftsammlung seines Vaters und beginnt gegen den Widerstand seiner Mutter zu lesen, jeden Tag zwei bis drei Hefte. Sein Ziel ist Band 1500 – so lange will er überleben. Mit fortschreitender Krankheit taucht Tobias immer tiefer ins Perryversum ein, bis Realität und Fantasie untrennbar verschwimmen und er schließlich auf den Unsterblichen selber trifft.

Rhodan breitete die Arme aus.
„Du bist mein Leser“, rief er. „Das macht dich zu einem Teil meiner Geschichte.“

Wie hat es mir gefallen?

„Mein Freund Perry“ ist keine leichte Kost, schließlich schaut der Leser 105 Seiten einem Kind beim Sterben zu. Hary schildert den Kranken jederzeit respektvoll und lässt ihm seine Würde, ohne zu irgendeinem Zeitpunkt ins Pathetische zu verfallen. Schilderungen der Vater-Sohn-Beziehung im Krankenzimmer wechseln sich ab mit Fantasieszenen, in denen der Autor seinen Protagonisten kunstvoll in bekannte Rhodanszenen einbaut. Besonders gefreut hat mich ein Wiederlesen mit Lemy Danger und Melbar Kasom.

Faszinierend sind Schilderungen der Leseatmosphäre, wie Tobias trotz aller Widerstände an seine geliebten Hefte kommt, sie gegen alle Unkenrufer verteidigt  und immer tiefer in den Serienkosmos eintaucht. Zu schreiben, dass Tobias am Ende in ES aufgeht, ist mit Sicherheit kein Spoiler. Es ist von der ersten Seite an klar.

Umso bewundernswerter, wie Ben Calvin Hary es schafft, einen solchen Roman über seine ganze Länge spannend und faszinierend zu halten.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung!

Wo gibts das?

Die FanEdition erscheint als nichtkommerzielles Produkt mit Genehmigung von VPM bei der Perry-Rhodan-Fanzentrale. Dort ist es online im Spaceshop erhältlich, oder überall da, wo die PRFZ mit einem eigenen Stand vertreten ist. Nächste Chance also beim ColoniaCon 2018.

 

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