von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

Schlagwort: Silberbände

Monatsrückblick – Mai 2020

Der vergangene Monat war trotz allen Trubels und aller Unsicherheiten ein ausgesprochen rhodanistischer Monat. Neben der Leserei gab es eine Menge in die Finger und aufs Ohr. Doch der Reihe nach.

So lief die Leserei

Die Armada ist mal wieder starker Tobak. Die Handlung ist zwar gradliniger, als in den vorangegangenen Zyklen. Aber spätestens beim Klong! bin ich zu den Silberbänden gewechselt. Für mich ist das ok, schließlich dürfte das der letzte Zyklus auf meiner Reise sein, bei dem ich die Bände unvoreingenommen lesen kann.

Herr Rhodan auf die Ohren

Dieser Monat gehörte den Hörspielen. Neben den EUROPA-Klassikern führte ich mir auf allen Wegen, die ich mit dem Auto zurücklegen muss, die Plejaden zu Gemüte und tauche aktuell in den Sternenozean ein.

Natürlich habe ich den Nachwuchs auch schon angefixt. Kassettenkind bleibt halt Kassettenkind

Neuaufschüttung des Heftehaufens

In meinen Regalen hat sich ein wenig geändert. Zur Dokumentation habe ich kurz die Kamera draufgehalten:

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Strenggenommen auch in den Mai fällt der Start meines neuesten Experiments. Begleitend zu meiner akustischen Reise durch den Sternenozean erzähle ich, was mir beim Hören der einzelnen Folgen so in den Sinn kam. Im Prinzip also nichts anderes, als das, was ich bei den letzten Hörspielen bereits getan habe, nur eben nicht schriftlich und relativ zeitnah zu den gehörten Folgen. Ich habe das ganze mal Sternenozean – Vlog genannt und dem Experiment eine eigene Youtube-Playlist spendiert. Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt. Folge eins gibts hier direkt mal:

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Auch eine Art Zeitreise

Angelesen: Silberband 150 – Stalker

Vor einigen Tagen bekam ich von VPM ein Rezensionsexemplar des Silberbandes 150 – Stalker zugeschickt. Drei Dinge machten mich neugierig:

Zum einen hatte ich Lust auf eine kleine private Sneakpreview, schließlich ist Stalker teil des Chronofossilienzyklus, der unmittelbar an die endlose Armada anschließt, der ich gerade durchs All folge. Dann entnahm ich dem beigefügten Pressematerial jene Information:

»Die PERRY RHODAN-Serie spielt in dieser Phase mit Sehnsüchten«, so Sabine Kropp. »Die
Ferne und das Abenteuer reizen die Leser schon immer, und es gibt wohl auch immer das
Bedürfnis neue Gegenden zu entdecken.«

Quelle: Pressematerial zu „Stalker“

Sehnsüchte? Klingt gut, also vielleicht nicht mehr das vergeistigte Superintelligenzenzeug der Hanse und der Burgen? Mal schauen …

Na und dann stand da noch folgender Satz geschrieben:

Im Mai 2020 steht ein neues Jubiläum für die Serie an: Band 150 erscheint. Mit »Stalker«, so der
Titel des Buches, beginnt eine neue Handlungsebene. Das ist Grund genug für Science-Fiction-
Fans, in die Serie einzusteigen.

Quelle: Pressematerial zu „Stalker“

Jubiläum? Einsteigen? Das klingt nach doppelter Zeitreise. Zum einen dachte ich mal wieder wehmütig an das Jubiläum zu Band 3000 in München, zum anderen an meinen eigenen Einstieg in die Serie, irgendwo tief in den 2600er-Bänden.

Optische Eindrücke zu Silberband 150

Das Cover ist toll. So ganz unvoreingenommen habe ich genau null Ahnung, was es zeigt, aber so eine Art fliegender Robotfestung mit Stummelstachelärmchen und bösem Blick ist schon etwas Feines. Schade, dass mir das Bild noch nicht in diesem herrlich anachronistischen 3D-Wackelmodus der Original-Hardcover untergekommen ist. Da wird wohl mal wieder ein Gang in die lokale Buchhandlung fällig. Aber auch die Graustufenumsetzung für das epub-Format kann mich durchaus überzeugen. Schöne Sache. Ob das mit der Sehnsucht im Pressetext gemeint war? Egal, weiter im Text. Buch aufschlagen!

Texteindrücke zu Stalker

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich etwa 20 Prozent des neuen Silberbandes verschlungen. Ja, tatsächlich verschlungen. Sprachlich liefert Hubert Haensel in den Bearbeitungen der Silberbände allerfeinste Qualität. Stalker ist eine wahre Lektürefreude, die ich bedenkenlos jedem SF-Freunde in die Hand drücken würde.

Jedem? Wirklich jedem? Also auch den erwähnten Neueinsteigern?

Hm, schwierig. Die ersten Seiten sind prall gefüllt mit Rhodan-Babbel, der zwar grob die Hintergründe und das bisher Geschehene beleuchtet. Aber ob ein kurzer Satz zum Virenimperium wirklich ausreicht, um komplette Neuleser und Neuleserinnen bei der Stange zu halten? Ich wage das zu bezweifeln.

Was nicht heißen soll, dass ich nicht großen Spaß hatte. Denn tatsächlich werde ich zwar mit ESTARTU konfrontiert, aber dann wird es mit dem Auftritt des Stalkers ziemlich handfest und politisch. Die kosmische Hanse darbt vor sich hin? (Endlich!) Klingt nach allem, was ich bisher weiß recht glaubwürdig.

Und auch die Figur des Stalkers selbst weiß durchaus zu überzeugen. Michael Marcus Thurner hat hierzu einiges in seinem Blog geschrieben. Mich hat der Anfang des Silberbandes sehr neugierig gemacht, scheint er doch die Aussagen der Reisebegleiter zu bestätigen, die mir immer wieder sagen, ich hätte einen Tiefpunkt der Serie demnächst durchschritten.

Versuch eines Fazits

Als Rhodanleser mit dem Stand „Die endlose Armada“ haut mich „Stalker“ vom Hocker. Ich weiß genug, um wieder neugierig geworden zu sein auf die Abenteuer um den Frostrubin und den galaktischen Heerwurm. Außerdem scheinen diese Silberbände wirklich eine gelungene Variante der Serie zu sein, von der ich bisher nur die Hörbücher kenne. (Ja, ich weiß. 150 Bände sprechen für einen gewissen Erfolg, zu dem ich meine galaktischen Glückwünsche und den gebührenden Respekt ausspreche.)

Und die Neuleser?

Es ist eine Tradition, dass die meisten Neueinsteiger irgendwo in der Serie anfangen, nichts verstehen, weiterlesen und dann irgendwann hängenbleiben. Der relativ geringe Verkaufspreis eines Heftromans erleichtert dieses Vorgehen mit einiger Sicherheit. Da kauft man sich ein Heftchen schnell mal auf Verdacht. Preise zwischen zehn und 20 Euro für einen Silberband (variantenabhängig) bilden da schon eine höhere Hürde. Für mich ist „Stalker“ daher eher für Wiedereinsteiger mit Vorwissen ein gelungener Wiedereintrittspunkt ins Perryversum. Kompletten Neulesern rate ich weiterhin zum Griff nach einer Miniserie oder zum Sprung ins kalte Wasser. Fangt einfach an zu lesen.

Nachtrag

Falls irgend jemand den Anfang überlesen haben sollte: Ja, ich habe für diesen Artikel ein Rezensionsexemplar von VPM erhalten, um diesen Artikel frei von inhaltlichen Vorgaben verfassen zu können. Es gibt Stimmen, die mir nahelegen, einen solchen Text als Werbung zu kennzeichnen. Also: Werbung. Shoplinks gibts dennoch keine. Unterstützt gefälligst den Buchhändler eures Vertrauens.

Herrn Millers schmerzhafter Appetit nach Welgersbeeren-Gelee

Herr Haufen ist aus der Sommerpause zurück

Moin zusammen. Hinter den Kulissen des Heftehaufens gibt es heftige Verwerfungen, aber die Konstante „Ich lese Rhodan von Vorne bis hinten und erzähl was drüber“ bleibt unverändert bestehen – wenn auch im Moment mit winzigen Änderungen, die gewissen organisatorischen Umständen geschuldet sind.

Wie so eine Transformkanone

Eine dieser Änderungen, ich hatte sie ja im Monatsrückblick schon anklingen lassen, ist ein vorübergehender Wechsel des Mediums, der sich aber meiner Meinung nach ganz gut in mein Leseerlebnis einfügt. Mit dem PAN-THAU-RA-Zyklus habe ich einen dieser netten kleinen Kurzzyklen vor mir, oder besser gesagt um mich herum. Die Umstände bringen es nämlich mit sich, dass ich gerade mehr im Auto unterwegs bin, als ich eigentlich möchte. Was liegt da näher, als kurzfristig ein Hörbuch-Abo abzuschließen, und sich die entsprechenden Silberbände 102 bis 105 vorlesen zu lassen. Feine Sache!

Bitte was? – Herrn Haufens Hörbuchfreuden

Ben Calvin Hary hatte ja letztens dieses hübsche Video darüber, wie man gewisse Namen im Perryversum nun ausspricht, oder aussprechen könnte (Ich möchte an dieser Stelle mal wieder meine Lieblinge von den Quolnäer Keretzen auf die Bühne bitten.)

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Als Hörbuchhörer stellt sich das Problem lustigerweise genau andersherum. So fragte ich mich beim „Aufbruch der Basis“, an welchen unerträglichen Schmerzen Herr Miller litt, dass er sie sogar im Vornamen trägt, und wer der bekloppten Idee verfällt, einen Riesenplaneten als Beere zu bezeichnen, und welche Superintelligenz denn nun WELGER sein könnte. Zum Glück gibt es in der Perrypedia das Zyklusportal, in dem der geneigte Hörer dann nach Payne Hamiller und Välgerspäre suchen kann.

In diesem Sinne freue ich mich noch auf eine ganze Reihe von Verhörern und verbleibe mit einem friedliebenden

Ad Astra, Terraner – und frage mich, ob ich der einzige bin, der solch seltsame Dinge hört.

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