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von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

Kategorie: Fundstücke (Seite 2 von 7)

Alles, was sich bei der Lektüre in den Heften findet. Lustige Stellen, Bemerkenswertes, Zitate, ausgesprochener Quatsch, weise Worte

Mir fehlen die Cons

Ein Leserbrief weckt Wehmut

Wir leben in wilden Zeiten, die Corona-Pandemie gibt den Takt unseres Alltags vor und scheinbare Selbstverständlichkeiten sind plötzlich alles andere als sicher. Ich mag nicht jammern. Irgendwann werden wir unsere Cons schon wieder zelebrieren können, ohne auf Skype, discord oder ähnliche Lösungen angewiesen zu sein.

Eins der intensivsten Conerlebnisse war für mich der letzte GarchingCon. Nach dem WeltCon 2011 war das für mich das endgültige Eintauchen ins Fandom. Ein intensives Wochenende unter gleichgesinnten, Menschen, die man bis dahin nur online kannte, bekamen plötzlich ein Gesicht, Kaltschalen mit dem ein oder anderen Kreativen, gemeinsame Pläne … so etwas funktioniert einfach am besten im direkten Treffen.

Bei der Lektüre von Band 1108 – Sturz aus dem Frostrubin kamen all diese wunderbaren Erinnerungen wieder hoch, als ich den Leserbrief eines gewissen Dieter Wengenmayr las, der über sein Hobby Weltraumphilatelie berichtete und anbot, dieses Thema auf Cons vorzustellen.

© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 1982

Ob Dieter damals schon geahnt hat, was aus diesem Leserbrief einmal werden würde?

Auch wenn der GarchingCon im Jahr 2020 ausfallen muss, so freue ich mich auf den NachholCon im Herbst 2021 und zehre so lange von meinen Erinnerungen aus dem Jahr 2018. Übrigens, bevor jemand den Con-Wahnsinn im Herbst 2021 befürchtet: Der BrühlCon 2021 wird nicht in zeitlicher Konkurrenz zu den anderen Veranstaltungen stattfinden.

Imperiales Gedöns

Sternzerstörer trifft Kugelraumer

Im Moment begleite ich die endlose Armada auf ihrem Weg durch das Perryversum und kann nur sagen, dass sich der für mich neue Zyklus ziemlich gut anlässt. Stringent, spannend und dennoch kosmisch. Feine Sache.

Ein Schmunzeln zauberte die Innenillustration des Bandes 1107 – Jenseits der tödlichen Grenze in mein Gesicht: Auch wenn die Kugelform im Perryversum seit einiger Zeit nicht mehr sakrosankt zu sein scheint und Hansekoggen grob Keilförmig sind, hat sich der Illustrator Alfred Kelsner in diesem Band vielleicht, eventuell, möglicherweise von einem nicht ganz unbekannten Science-Fiction-Film inspirieren lassen, in dem auch grob keilförmige Raumschiffe durchs All donnern. Gefällt mir 🙂

© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Quelle: https://www.perrypedia.de/wiki/Datei:PR1107Illu_2.jpg

Der Unsterbliche und die Blumen

Botanische Fundstücke aus unserem Universum

Manchmal verlaufe ich mich ja ein wenig im Internet, wenn gerade nichts anderes zu tun ist. Ein beliebter Startpunkt für solcherlei Ausflüge ist für mich die Funktion “Zufällige Wikipediaseite”.

Heute landete ich beim Artikel Rhodanthemum hosmariense. Hier bei handelt es sich nicht etwa um ein fiktives Pflänzlein aus meiner Lieblingsserie, sondern um das Marokkanische Gänseblümchen.

Source: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Chrysanthemum_mariesii_var_hosmariense_7.JPG
Author: ghislain118
Rhodanthemum hosmariense

Wie dieses hübsche Pflänzlein zu seinem lateinischen Namen kam, konnte ich auf die Schnelle leider nicht herausfinden. Aber nun war meine Neugier geweckt: Sollte es abgesehen von der Gattung Rhodanthemum auf diesem Planeten noch mehr rhodanistische Pflanzen geben?

Klare Antwort: Jein! Denn die Launen der Taxonomen sind unergründlich.

Es gab tatsächlich mal eine Opuntienart, die auf den hübschen Namen Opuntia Rhodantha hörte.

Source: https://species.wikimedia.org/wiki/File:Opuntia_polyacantha_var._erinacea_4.jpg
Author: Stan Shebs
Opuntia polyacantha

Offenbar ist der Name veraltet, aber immerhin verweist die Homepage einer Spezialgärtnerei auf die Namensänderung.

Ebenfalls zu den Kakteen, aber diesmal mit unverändertem Namen, gehört Mammillaria rhodantha.

Source: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Mammillaria_rhodantha_ssp_pringlei2_ies.jpg
Author: Frank Vincentz
Mammillaria rhodantha

Bisher taxonomisch ebenfalls noch unangetastet sind die Mitglieder der Gattung Rhodanthe, ursprünglich aus Australien stammende Gänseblümchen, die nach der Insel Rhodos benannt sind.

Source: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Rhodanthe_chlorocephala_rosea_02.jpg
Author: Danielle Langlois
Rhodanthe chlorocephala rosea

Noch etwas duftiger wird es mit der Art Eucalyptus rhodantha, ein Strauch, der sich ebenfalls in Australien bewundern lässt.

Source: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Eucalyptus_rhodantha.jpg
Author: Ivan G. Holliday
Eucalyptus rhodantha

Was man halt abends so macht, wenn man mal nichts zu tun hat … Vielleicht hat ja jemand ähnliche Entspannungstechniken entwickelt und kann noch die ein oder andere Art beisteuern. Schreibt es mir doch in die Kommentare. Ich würd mich freuen.

Ad Astra und botanische Grüße!

Zauberkreis SF Nr. 48 „Der Gestrandete von Daphto“ (1967) Von Garret Shaver jr.

Ein Gastbeitrag von Christian Wöhler

Kleines Vorwort:

Da hat mich der Martin aber an dem Abend vor dem Brühlcon 2019 ganz kalt erwischt: „Er hat den alten Zauberkreisroman bei mir entdeckt und gleich gesagt, dass wir daraus ein Video machen sollten. OK. Weinseelig wie ich war, bin ich drauf eingegangen, obwohl ich den Roman nicht gelesen hatte. Entstanden ist dieses Video. Dank eines Kommentars von Detlef Küchler, wissen wir jetzt auch, dass Garret Shaver das Pseudonym von Harald Tondern ist. Da waren wir uns beim Video noch nicht so einig. Nun habe ich den Roman endlich gelesen und nehme das Angebot von Martin sehr gerne an und schreibe diesen Gastbeitrag.

Der Gestrandete von Daphto – (c) Zauberkreis Verlag

Inhalt:

Auf dem Planeten DAPHTO lebt der Terraner Dork seit 15 Jahren, seit dem er auf dem Planeten notgelandet ist, mit den Y’Gar, kleine friedliche grünbefellte Wesen, zusammen. Er lebt in einer Hütte unweit eines der Unterirdischen Städte (Höhlensysteme). Doch dann kommt der Prospektor Factor auf den Planeten und findet Bellanten, sehr teure und seltene Edelsteine. Factor lässt sich mit dem windigen Geschäftsmann Ischall ein. Dieser will die Edelsteine und diese grünen Wesen (als Haustiere) verkaufen. Also bricht Faktor mit einer Crew auf und es fließt Blut.
Das bekommt auch Dork zu spüren. Er wird – als Terraner – für alles verantwortlich gemacht und festgesetzt.
Captain Condor, von der Raumpatrouille, ist dem Prospektor dicht auf den Fersen.
Im Finale stehen sich diese vier Gruppen gegenüber.

Persönliche Meinung:

Der Roman ist eine nette Unterhaltung. Die Technik ist zwar veraltet (es gibt Rohrpostsysteme innerhalb des Raumschiffes zwischen den Abteilungen), aber tut dem Lesen keinen Abbruch. Durch eine Verkettung von Umständen und Fehlentscheidungen kommt es gleich zum Anfang zu einer Katastrophe. Myra, die Assistentin von Factor, erschießt einen Y’Gar und wird von den anderen deswegen aus Notwehr getötet. Factor hasst „Die Grünen“ und wittert natürlich seine Chance bei dem Geschäft mit Ischall. Somit überlebt die Dame auf dem Cover nicht mal die ersten 4 Seiten oder so.
Die Geschichte zeigt aber auch mal wieder auf, wie „Naturvölker“ ausgebeutet werden; wie Terraner Expansion und Ausbeutung betreiben. Und es zeigt auch, wie Fehlentscheidungen nicht korrigiert werden, sondern ausgenutzt werden. Es kommt zwar nicht zum Krieg zwischen TERRA und DAPHTO, dieser kann noch verhindert werden, aber es stand kurz davor. Sehr interessant ist auch das Verhältnis Dorks zu den Y’Gar . Erst lebt er 15 Jahre friedlich zusammen, dann kommt das Blutvergießen, und er, als Terraner, wird dafür „verantwortlich“ gemacht.
Ein sehr großartiges Sinnbild, welches wir nicht außer Acht lassen sollten.

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Der Gestrandete von Daphto

Vision Terrania im Kleinen

Russische Ausgabe des ersten Perry Rhodan Silberbandes

Dem ein oder anderen Wanderer im Perryversum wird der Name Mikhail Bocharov vielleicht ein Begriff sein. Mikhail lebt in Kursk und ist begeisterter Fan unserer Raketenheftserie. Auf Twitter folgen wir uns schon etwas länger und für den Heftehaufen hat Mikhail vor kurzem eine Übersetzung angefertigt. Vor kurzem habe ich ein Päckchen nach Kursk geschickt: Tee und ein paar Bücher. Und gestern konnte ich mich riesig über ein ähnliches Paket aus Kursk freuen. Mikhail hat mir den ersten Silberband auf Russisch besorgt. Leider kann ich das Buch genauso wenig lesen, wie meine japanische Ausgabe, aber ich finde es ein tolles Zeichen für Völkerverständigung im Kleinen. Da sag noch mal jemand, das Internet sei Böse und Perry Rhodan Schund. Ohne Rhodan und das Internet hätten wir zwei keinen Kontakt. Und wer weiß, vielleicht gelingt es mir ja doch noch, den ein oder anderen Satz zu lesen. Bis dahin hilft uns deepl.com.

Lieber Mikhail, danke für dieses tolles Geschenk.

Ostern 2043

Am Ostersonntag des Jahres 2043 hoppelt im Freizeitpark hinter der Robotfabrik unverhofft ein kleiner Hase herum, dem die Kontrolllampe hinter dem Ohr fehlt. Ist das etwa ein echtes Tier? Vielleicht sogar eine gefährliche Bestie? Ist die Suche nach Konzentrateiern jetzt noch sicher? Oder handelt es sich einfach um die nächste Generation von Robothasen, die so perfekt ist, dass auf das kleine rote Lämpchen für die Wartungsroboter verzichtet werden kann?

Diesen Fragen ging Martin Voigt in seiner Kurzgeschichte “Ostern 2043” nach, die auf der Leserkontaktseite der zweiten Auflage von “Die grünen Götter von Markolan” abgedruckt wurde.

Ganz gleich, ob ihr heute Schoko-Ilts und Konzentrateier, doch lieber gefärbte Hühnereier und Schokohasen sucht, oder einfach nur das wunderbare Wetter genießt – macht euch ein paar schöne Tage, seid nett zueinander, lest ein gutes Buch oder tut, was immer euch glücklich macht.

In diesem Sinne: Schöne Feiertage, frohe Ostern und Ad Astra.

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