von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

Kategorie: Meilensteine (Seite 1 von 6)

Keine Reise verläuft ohne Meilensteine. Hier sind meine.

Komm, wir heben einen Schatz

Heftiger Zuwachs im Heftehaufen

Was ist eigentlich ein Schatz? Etwas materiell Wertvolles? Etwas emotional Wertvolles? Ideell wertvoll? Alles davon?

Nun, materiell wertvoll sind Heftromane in aller Regel heute nicht mehr (Es sei denn, man hat das allererste Rhodanheft in gutem Zustand und erster Auflage, Mythor Band 100 mit Poster, oder die späten Dragon-Hefte.) Insofern reden wir gleich nicht über Geld, sondern einfach über Freude. Über Freude und ein wenig Platzbedarf.

Ein unerwarteter Kontakt

Klar bekommt der Heftehaufen immer mal wieder das ein oder andere Buch oder Heft von mir spendiert. Aber das hielt sich in den letzten beiden Jahren alles im Rahmen einer Schuhkartonmenge. Über einen solchen Schukarton habe ich mich neulich sogar im Bewegtbild gefreut.

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Da ich aber im Moment neue Regale baue, bin ich auch nicht wirklich auf der Suche. Doch es gibt unmoralische Angebote, die ich keinesfalls ausschlagen kann.

So bekam ich vor einiger Zeit eine Mail, dass auch einem Dachboden jenseits der Eifel fünf Kartons mit Heften und Büchern ein neues Zuhause suchten. Viel Perry und Atlan und ein bisschen was anderes, hieß es.

Da ich Atlan ja lose auf der Liste habe, wenn ich Rhodan dann mal durch habe in einigen Jahren, und ich grundsätzlich immer gern vorhandene Hefte durch bessere Hefte tausche, bedurfte es keiner langen Entscheidung, sondern lediglich einer kleinen Terminfindung.

Das war schnell erledigt, und so konnte ich gestern, am 20.06.2020 gen Norden aufbrechen um der Dinge zu harren, die mich da erwarten sollten.

Kartons, Geschichten und große Augen

Mich erwartete zuerst einmal einer dieser typischen Dachbodenfunde: alles in Kartons, Staub von Jahrzehnten und zum Glück alles trocken. Dazu ein wahnsinnig netter Mensch mit einer spannenden Lebensgeschichte (Ihr wisst, wir im Rheinland können nicht ohne Reden.)

Erste Kartonöffnungen zeigten, dass es sich nur zu einem knappen Viertel um Rhodan handelte, dazu ein halber Karton Atlan, der Rest schienen Schätze aus den Verlagen Kelter, Zauberkreis oder Pabel zu sein. Spannend.

Spannend ist auch die unterschiedliche Rezeption von Serien. Mir war natürlich bekannt, dass meine geliebten Macabros-Hörspiele aus dem Hause EUROPA auf Heftromanen basieren. Nur hatte ich bis gestern noch keinen einzigen davon in Händen gehalten.

Im Bewusstsein, dass sich dies in kurzer Zeit ändern würde, bargen wir den Fund gemeinsam vom Dachboden und verfrachteten ihn so gut es ging in mein Auto (Pro-Tipp: Verwendet zum Lagern keine Umzugskartons. Die Dinger werden nach 40 Jahren doch eher spröde und rissig.)

Es ist spät, doch es gibt kein Halten

Zuhause angekommen stapelte ich die Sachen erst einmal in meinem Flur, um nachzuschauen, welche Schätze der Kühlschrank für mich aufbewahrte.

Sieht eigentlich nicht so viel aus, ist aber höllisch schwer.

Frisch gestärkt beschloss ich, die Sachen nicht über Nacht in den Kartons zu lassen, sondern mich direkt an die Ausgrabungen zu begeben. Also Esstisch freiräumen, Karton für Karton auspacken und grob vorsortieren!

Unsterbliche in meiner Küche

In Kiste eins verbargen sich die bereits erwähnten Rhodans und Atlans. Bei der Urserie konnte ich auf den ersten und zweiten Blick jede Menge Erstauflagen-Hefte aus den 900er und 1000er Zyklen finden, alles Material, das mir größtenteils in Nachauflagen vorliegt. Das ist doch schon mal fein. Der andere Unsterbliche ist vor allem als „König von Atlantis“ vertreten und als Mitreisender auf der SOL. Von ersterem Zyklus kenne ich bisher nur Legenden, Schreckensmeldungen und einige sehr differenzierte Analysen aus der Perrypedia. Die Abenteuer der SOL habe ich nur in der Taschenheft-Neuauflage in ihren Anfängen verfolgt. Alles in allem schon mal ein sehr schöner Fund. Doch es sollte noch besser kommen.

Ein Stapel PR-Magazine

Denn da war ja noch die Papiertüte, die übrigens keine 40 Jahre auf dem Dachboden gelegen hat, sondern eine doch recht spröde Plastiktüte ersetzte, die einen ganzen Stapel Perry Rhodan-Magazine barg. Mit diesem Format hatte ich immerhin schon einmal lose Kontakt, da Christian mit mir im letzten Herbst ein paar Kindheitserinnerungen tauschte. Da tauchten auch zwei Exemplare dieser hübschen Zeitschrift auf. Es handelt sich um Exemplare aus den Jahren 1980 und 1981, genauere Begutachtungen stehen allerdings noch aus. Ich selbst habe bisher nur zwei Exemplare aus dem Jahr 1978.

Die Zeitschrift bietet einen vielseitigen Themenmix aus der damaligen SF-Szene, stellt Filme und Bücher vor, enthält Interviews und auch die ein oder andere Kurzgeschichte.

Als inhaltliche Nachfolger würde ich am ehesten die Magazine phantastisch! und Corona bezeichnen. Die SOL ist zwar auch toll, aber eben eine reine Rhodan-Zeitschrift.

Weg von Perry Rhodan

Die nächsten beiden Kisten führten mich dann inhaltlich und teils auch genremäßig sehr weit weg vom Perryversum. Mythor und Dragon sind zwar Fantasy haben aber über die Autorenschaft und den Verlag einen klaren Bezug zu Rhodan. Ebenfalls aus dem Hause VPM stammt Ronco, ein einst nicht ganz unerfolgreicher Western und Vorläufer von Lassiter. Interessant, aber so gar nicht mein Genre.

Zurück zur Phantastik brachte mich dann ein sehr großes Konvolut „Dämonenkiller“, ein ordentlicher Stapel „Macabros“ und jede Menge „Terra Astra“ Hefte. Das wird mit Sicherheit sehr interessant. Hochgradig erfreut bin ich auch über die kleinen Stapel mit „Zauberkreis SF“, „Zeitkugel“ und „Raumschiff Promet“. Das sind alle Hefte, von denen mir Udo Mörsch erzählt und vorgeschwärmt hat, zu denen ich schon viel gelesen habe, aber noch nie welche in Händen halten konnte. Kurzum, gegen Mitternacht schwelgte ich in Glückseligkeit. Als ich dann noch eine große Menge „Dämonenkiller“ bergen konnte, war die Nacht mehr oder weniger gelaufen. Dennoch sank ich einigermaßen erschöpft in meine Kissen.

Und was nun?

Der Morgen danach

Am nächsten Morgen erwartete mich ein etwas verändertes Wohnzimmer und eine Entscheidung. Über Nacht war der Heftehaufen von einer Perry-Rhodan-Sammlung zu einer ausgewachsenen und genreübergreifenden Romanheftsammlung geworden. (Die zwei Kisten mit Taschenbüchern habe ich noch nicht einmal ausgepackt. Das ist ein Thema für sich.)

Aber was mache ich jetzt damit? Auf meiner Liste stehen nach Rhodan immer noch Atlan, Mythor und Dragon. Und jetzt auch noch Dämonenkiller. Aber werde ich das auch vollständig lesen können? Mit Sicherheit nicht! Auszugsweise gern und immer mal zwischendurch, aber sicher nie mit der Konsequenz, mit der ich mich durch das Perryversum lese.

Auf der anderen Seite fasziniert mich dieser Heftromankosmos mehr und mehr. Ich liebe es, die Zusammenhänge zwischen den Serien aufzuspüren, herauszufinden, wer wo mitgeschrieben hat, welche Serie eine Antwort auf ein ähnliches Produkt eines Konkurrenzverlages war, welche Serie wann und wie aus einer anderen entstanden ist. Und immer öfter habe ich mir bei diesen Recherchen gewünscht, auch einmal das ein oder andere Heft in Händen halten zu können. Klar, Klassiker wie Ren Dhark, Dragon und Mythor und neuerdings auch Dämonenkiller (als Dorian Hunter) sind als ebook oder Buchbearbeitungen leicht zu bekommen. Aber so ein Originalheft, mit allen Zerfledderungen und all seiner Geschichte … das fasziniert mich.

Vielleicht sollte ich mich also einfach damit abfinden, dass der Heftehaufen aus einer kompletten Rhodan-Heftreihe und einigen anderen Publikationen aus der Hochzeit der Heftromane besteht. Komplett lesen werde ich, so ES will, Rhodan und Atlan. Der Rest ist faszinierend und interessant, wird bei Neugier und Interesse gelesen und bekommt einfach bei mir ein neues Zuhause.

Ich finde, es gibt schlechtere Wochenenderlebnisse.

Crossover

Treffen sich zwei Risikopiloten. Sagt der eine …

Zugegebenermaßen hatte ich es gar nicht so richtig auf dem Schirm, dass in dieser Woche die Romanheftserie Maddrax ihren 20. Geburtstag feiert. Natürlich habe ich ihren Anfang in der zweiten Auflage gelesen, ein wenig um Band 500 reingeschmökert, aber so wirklich zum regelmäßigen Lesen bin ich einfach noch nicht gekommen. Was aber nicht heißt, dass ich nicht ganz grob Bescheid weiß, wer Matthew Drax ist, was es mit Aruula auf sich hat und was die beiden so miteinander auf der Erde und auf verschiedenen anderen Welten miteinander anstellen.

Jetzt erschien mit Band 523 ein Jubiläumsheft, dass einen Raketenheftfreund kaum kaltlassen kann. In „Crossover“ lässt Oliver Fröhlich die beiden bekanntesten Risikopiloten sämtlicher Universen aufeinander treffen. Und zwar im Jahr 1971 des Perryversums. Keine Frage, dass ich mir das nicht entgehen lassen durfte.

Das steht drin

Matthew Drax und seine Gefährtin Aruula hat es auf eine Erde verschlagen, die aus Flicken verschiedenster Parallelwelt-Erden zusammengesetzt ist. Einer dieser Flicken liegt zufällig genau an der Stelle eines nicht ganz unbekannten Salzsees in der Wüste Gobi. Und zufälligerweise ist dort ein nicht ganz unbekanntes Raumschiff auf seinem Rückweg vom Mond gelandet. Der Rest ist feinste Unterhaltung mit Außerirdischen, Psychostrahlern und Mutanten. Und natürlich wäre die Dritte Macht niemals das geworden, was sie heute ist, wenn es Maddrax und seine Kumpane nicht eben genau in diese Realität zu dieser Zeit verschlagen hätte.

Die Handlung ist geradlinig erzählt, typisch für Maddrax und alte Rhodanhefte, lasst sich fein lesen, und es sind die Kumpane, die mir am meisten Spaß gemacht haben.

Fanservice muss sein

Natürlich ist Matthew Drax der uneingeschränkte Held dieses Bandes. Er darf nicht nur Aruula das Leben retten, sondern sogar den Unsterblichen selbst vor einem bösen Mutanten schützen. Klar, dass Peregrin, der erst in der zweiten Romanhälfte mitmischt, in diesem Moment darüber nachdenkt, wie großartig es wäre, ein ganzes Korps dieser Sonderlinge um sich zu haben. Crest schwingt den allmächtigen Psychostrahler, um die Serienkontinuität in beiden Universen zu wahren, und Thora darf mit ihrem zornigen Energiegeballer sogar mal nützlich sein.

Maddrax und Aruula werden von einem Archivar begleitet, einem Wesen aus fernster Zukunft, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, aus verschiedensten Realitäten kleine Artefakte zu sammeln. So ein kleines Psychostrahlerchen würde sich in der Sammlung des Archivars doch ganz gut machen. Hatte ich erwähnt, dass dieses Wesen den wundervollen Namen Dalton Shair trägt? Das ist doch eine nette kleine Hommage an die Schöpfer des Unsterblichen. Und dass der sowjetische Mutant, der den beiden Risikopiloten übel mitspielt, ausgerechnet Tarkovskij heißt, dürfte auch kein Zufall sein.

So richtig Fanservice für Freunde verschiedenster SF-Universen wird im beiliegenden Comic geboten, an dessen Ende Perry Rhodan ein Maddraxheft mit dem Titel „Crossover“ liest. Hier ist der Maler, der ein Bild von einem Maler malt, der ein Bild malt aus dem Planeten der Affen ganz nah.

So ist es verpackt

Neben dem Roman selbst und dem bereits erwähnten Cartoon von Matthias Kringe gibt es ein herzlich-kollegiales Grußwort von Klaus N. Frick, eine LKS mit ein paar Jubiläumsworten von Mike Schönenbröcher und einen sehr persönlichen Blick auf die Serie von Michael Marcus Thurner, der wie Oliver Fröhlich für beide Serien geschrieben hat und noch schreibt. (Weitere Worte gibts in Michaels Blog.)

Standesgemäß ist der Roman mit einem Hochglanzcover verziert, das ein echter Leckerbissen ist. Der Maddrax-Coverkünstler Néstor Taylor hat hier nicht nur ein Zitat des legendären Covers von „Unternehmen Stardust“ hingelegt, sondern eine hintergründige Hommage angefertigt. Für direkte Vergleiche ist das ursprüngliche Rhodancover auf dem hinteren Umschlag abgedruckt.

Maddrax 523 – Crossover © Bastei-Verlag

Taylor verlegt die legendäre Mondszene kurzerhand in die Wüste Gobi, lässt Maddrax und seine Kumpane Aruula und Dalton Shair direkt auf die Stardust zulaufen und verschafft so, wenn auch um drei Ecken, den beiden Serienbegründern Darlton und Scheer einen Platz in der Szene, die sie selbst geschaffen haben. Schön!

Versuch eines Fazits

„Crossover“ von Oliver Fröhlich ist in meinen Augen ein gelungenes Experiment, zwei so unterschiedliche und doch ähnliche Helden gemeinsam in einem Roman auftreten zu lassen, ohne dass für einen von beiden die Seriengeschichte umgeschrieben werden muss (Hach .. der gute alte Psychostrahler.)

Dabei gibt das Cover des Romans die Richtung vor: Matthew Drax hat die Hauptrolle, der Stargast darf kurz mitwirbeln und alles bei Maddrax ist etwas bunter, abgedrehter aber auch ein wenig gröber ausgearbeitet, als beim unsterblichen großen Bruder. Damit passt der Stil von Maddrax hervorragend zu den Rhodan-Roman der Serien-Frühzeit. Oliver Fröhlich und Mike Schönenbröcher haben gut daran getan, die winzige Handlungslücke in Band 2 und nich tspäter zu finden. Obwohl … ein bisschen Potential wird damit ja schon liegengelassen …

Was fehlt?

In Band 2 „Die dritte Macht“ ist Atlan nämlich noch weit davon entfernt, eine aktive Rolle im Perryversum zu spielen. Leider. Aber vielleicht trifft der Einsame der Zeit ja zum 30. Geburtstag auf die schöne Barbarin Aruula. Hans Kneifel hätte seine Freude gehabt.

Außerdem bin ich der festen Auffassung, dass es Aruula irgendwie gelungen sein muss, sich kurz von der Stardust zu entfernen. Anders ist beim besten Willen nicht zu erklären, warum die Betschidin Scoutie so durch und durch … barbarisch aussieht.

Scoutie, mit Maskottchen – PR 1002 – Das weiße Schiff
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Mein Rhodanjahr 2019 im Rückblick

Für das Jahr 2019 im Perryversum ist lediglich die Geburt von Atlans späterem Leibwächter Tombe Gmuna verzeichnet. In unserem Universum, speziell auf meiner Lesereise ist schon ein wenig mehr passiert. Zeit für einen rhodanistischen Blick zurück.

Jubiläumsfrühjahr

Das Jahr 2019 begann mit einem lang erwartete Jubiläum: Band 3000 der größten Raketenheftserie der Welt sollte erscheinen. Leider hat Bauer Media, der Konzern, der hinter dem Unsterblichen und seinen Kumpels steht, die Chance auf einen erneuten großen WeltCon verstreichen lassen. Stattdessen gab es eine kleine, wenn auch sehr feine Veranstaltung im Literaturhaus München, zu der 300 Fans Einlass erhielten. Zum Glück war ich einer davon. Ich bin aber bis heute nicht das Gefühl los, dass die Verantwortlichen bei BauerMedia bis heute nicht verstanden haben, welche Legende da unter ihren zahlosen Zeitschriften schlummert. Aber vielleicht besinnt man sich 2021 zum nächsten Jubiläum ja eines Besseren. Mal schauen. So blieb ein toller Trip mit Freunden in die bayrische Hauptstadt, Eschbachs Buch vor dem offiziellen Erscheinungstermin und eine durchaus gelungene Literaturveranstaltung.

Vier Bekloppte auf dem Weg nach München

Lesefreier Sommer

Auf ein rhodanistisches Frühjahr folgte ein Sommer, in dem Literatur nur eine untergeordnete Rolle spielte. Zuerst zog es mich zu Fuß nach Schottland. Dort begleitete mich das Imagoprojekt von Robert Corvus ein Stück. Da es sich aber um einen dicken und durchaus empfehlenswerten Wälzer handelte, ließ ich das gute Stück auf einem Zeltplatz zurück, auf dass es einem anderen Leser ein paar schöne Stunde bereite.

Im Sommer erblickte ich endlich wieder die Fjorde Norwegens, diesmal mit dem ersten Teil der Dunkelwelten-Trilogie in der Tasche. Stilecht konnte ich ein paar Seiten im Lichte der Mitternachtssonne auf den Lofoten-Inseln lesen, was zu meinem zweiten Leserbrief auf der LKS führte. (Bandnummer weiß ich nicht mehr, leider. Aber es kommen ja noch ein paar Winterabende zum Suchen.)

Perry Rhodan auf den Lofoten-Inseln
Dunkelwelten unter der Mitternachtssonne

Der BrühlCon bringt wieder Leben in die Bude

Mehr oder weniger schleichend hatte sich der Unsterbliche aus meinem Sommerleben verabschiedet, ich begann ihn irgendwann zu vermissen, fand aber den Einstieg nicht mehr so richtig. Vielleicht, eventuell … aber dann kam der BrühlCon, und mit ihm neue Motivation.

Gucky und seine Freunde auf dem BrühlCon

Zu dieser Zeit wagte ich das Experiment und stieg zum ersten Mal auf Hörbücher um. Der Pan-Thau-Ra-Zyklus bot sich mit seinen vier Silberbänden ja durchaus an. Schön wars, aber ich war dann doch froh, mit den kosmischen Burgen endlich meine Hefte wiederzuhaben. Es geht doch nichts über Papier!

Verwirrung und ein Jubiläum zum Jahresabschluss

Die kosmischen Burgen dürfen bisher den sehr subjektiv verliehenen Titel „Zyklus mit der schlechtesten Lesbarkeit“ tragen. Ich habe großen Respekt vor der Voltzschen Leistung, so viele Fäden vor Band 1000 zu verknüpfen, aber so wirr? Nun gut, ich höre den Zyklus gerade noch einmal in der Silberbandreihenfolge. Ich bin gespannt, ob die Handlung dann klarer wird.

Band 1000 erfreute mich dann durchaus. Wobei ich die 3000, wenn man nur das Einzelheft betrachte, als deutlich relevanter für den Serienkosmos ansehe. Aber meine Gedanken zum Vergleich dieser beiden Jubiläumsbände sind noch nicht so ausgegoren, dass ich sie hier schriftlich festhalten könnte. Mal schauen. 2020 ist auch noch ein Jahr. Die kosmische Hanse liest sich jedenfalls deutlich besser. Und ich mag sogar (Hallo Ralf ;)) die Betschiden.

Und was bringt das nächste Jahr?

Außer den üblichen Wünschen wie Weltfrieden und Gesundheit steht für Freunde des gepflegten Rhodanismus ne Menge an. Los geht es hoffentlich mit der Buchmesse in Leipzig, die ich 2019 leider auslassen musste. Dann gibt es zwischen München und Köln ein paar nette Cons (natürlich auch den 4. BrühlCon). Hinter dem Mond bei Norbert Fiks brennt auch wieder Licht. Da muss ich echt aussuchen, was ich davon mitnehme. Aber am wichtigsten sind für mich die persönlichen Begegnungen zwischendurch. Und dabei denke ich zum Beispiel an ein Treffen inm Heinz Nixdorf Museum in Paderborn …

Mal einfach abwarten. Oder wie ein weises Wesen einst sagte:

Schwer zu sehen, in ständiger Bewegung die Zukunft ist.

(Yoda)

Neues von der Eastside – russisch

Im Gespräch mit Mikhail Bocharov – russische Fassung

Wer die deutschsprachige Fassung lesen möchte, folge bitte diesem Link.

Подписчики журнала SOL и участники Twitterbande наверняка знакомы с Михаилом Бочаровым, поклонником Родана из города Курск, Россия. С помощью переводчика deepl.com Михаил активно общается с поклонниками из других стран, поэтому неудивительно, что несколько посылок и открыток уже прошли свой путь в Россию и из России.

В последние несколько дней мы немного пообщались с помощью переводчика, так и появилось это небольшое интервью. Поскольку тематика переводческих программ играет немаловажную роль, мы решили оставить текст в значительной степени неотредактированным в оригинальной статье, чтобы дать немецким читателям представление о том, насколько далеко продвинулась эта технология и что это уже не научная фантастика.

Михаил, теперь тебя можно назвать самым известным российским фанатом Родана. Расскажи нам, как ты узнал про серию?

Михаил Бочаров

О, это довольно необычная история! Когда я учился в школе, я ежемесячно покупал российский журнал о видеоиграх. В 2008 году я прочитал обзор игры про Перри Родана. Автор статьи упомянул, что уже опубликовано более 2400 романов, и я очень хорошо это запомнил. Десять лет спустя я вспомнил про Перри Родана и решил проверить, публиковались ли книги про него на русском языке. Оказалось, что первые три серебряных сборника издавались на русском в 1998 году. Я нашел эти книги на сайте объявлений, прочитал их и оказался в восторге! Разумеется, мне захотелось продолжить знакомство с серией.

Серия «Перри Родан» не доступна для чтения на русском языке, за исключением серебряных сборников и нескольких отдельных романов. Мне было бы интересно узнать, как ты читаешь новые романы. Ты читаешь оригинал?

Сначала я пытался выучить немецкий язык с помощью учебников и приложений. Мне очень нравится этот язык, но для чтения книг мне потребуется несколько лет непрерывного обучения, что очень сложно реализовать. Будущее окружает нас здесь и сейчас, переводчики совершенствуются каждую минуту благодаря продвинутому изучению языка. Я решил, что это мой шанс читать книги. Я обратился к другу, который разработал небольшую программу, которая переводит книги с немецкого языка на русский. Так у меня оказывается неофициальное издание, основанное на книгах, которые я купил. Что касается авторского права, я не распространяю эти книги и удаляю их после прочтения. При необходимости я смогу перевести роман на русский язык когда мне захочется. Перевод не всегда отличный, иногда программа неправильно понимает термины, но это лучше, чем ничего.

Звучит неплохо. Ты читаешь только актуальные выпуски или старые романы тоже?

Долгое время я читал только классические романы, но когда появлялись книги из нынешнего цикла, я начал читать новые романы раз в неделю. Сейчас я читаю роман №205 и жду выхода 3041-ого, не забывая также читать планетарные романы, многие из которых мне очень понравились.

Про тебя писали в журнале SOL и ты довольно активен в сообществе. Насколько велико фан-сообщество российских «роданцев»? Есть ли в России другие фанаты, с которыми ты можешь обмениваться идеями?

Серебряный шнур 1 на русском языке – © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Я стараюсь привлечь потенциальных поклонников, поэтому пишу короткие пересказы прочитанных романов на своем сайте. Один из моих знакомых живет в Германии и покупает текущие, а иногда и старые романы, когда узнает, что их кто-то продает. Еще два человека из России читают классические романы и текущие романы соответственно. Это большой шаг вперед! В прошлом году среди моих знакомых никто не читал эти книги. По крайней мере, я ничего не знал о читателях из России. Моя теща с большим удовольствием прочитала три тома и хотела бы прочитать продолжение, но на русском языке больше ничего нет, а моя программа еще не переводит идеально, чтобы можно было читать книги с полным комфортом. Иногда я покупаю русские издания и дарю их друзьям и знакомым. Одни людям понравились приключения Родана, другие еще не начали читать.

К сожалению, по всей видимости, в обозримом будущем не появится еще какое-нибудь российское издание про Перри Родана. Так что давай вспомним прошлое: Советский Союз с энтузиазмом относился к технологиям. Была ли аналогичная серия романов в то время, и выходившая еженедельно, как Родан? Или, может быть, в России есть целая серия буклетных романов?

Когда я родился, Советского Союза уже не было, но у меня была огромная коллекция книг моего дедушки. Раньше практически не было книжных серий, были просто отличные романы и рассказы таких писателей, как Александр Беляев, Кир Булычев, Алексей Толстой и многих других. Интерес к крупным сериям стал проявляться в современной России, но в большей степени это был жанр фэнтези. Научная фантастика в России в основном ограничивается трилогиями или чуть большим количеством книг. В настоящее время российская научная фантастика переживает своего рода застой. Конечно, книги издаются, но не на все из них стоит обратить внимание. Например, романы по мотивам видеоигр S.T.A.L.K.E.R. или романы во вселенной «Метро 2033» и им подобные серии по-прежнему пользуются большой популярностью, но в них масса неинтересных и непоследовательных историй.

Я даже читал «Метро 2033» и был воодушевлен темной атмосферой старого метро, различными социальными ячейками, их разными ценностями и нормами. Я хотел бы еще прочитать что-нибудь подробнее. Можешь ли ты порекомендовать немецким читателям новаторские работы, которая даст им представление о российской научной фантастике, если они еще ничего не читали?

О, есть много книг о разных городах во вселенной метро, около 50 книг, может быть даже больше. Не знаю, есть ли эти книги на немецком языке, но всем любителям фантастики стоит прочитать книги братьев Стругацких «Обитаемый остров» и «Пикник на обочине», рассказы Александра Беляева (мой любимый — «Голова профессора Доуэля») и «Аэлита» Алексея Толстого. Это классическая советская научная фантастика. Из современной научной фантастики мне нравится роман украинского писателя Александра Зорича «Завтра война».

Уверен, что моя стопка непрочитанных книг стала немного больше. Большое спасибо. Что касается общения со многими немецкими фанатами. Ты сам живешь в Курске, который от нас довольно далеко. Есть ли у тебя планы приехать на конференцию в Германию лично?

Я бы хотел увидеть своих Перри-друзей, особенно нашу #Twitterbande! Также было бы неплохо побывать в редакции. Я надеюсь, что однажды я смогу это сделать. До сих пор мы обменивались открытками и подарками, что очень приятно. Без переводчика Deepl наше общение было бы не таким интересным и продуктивным. Конечно, он все еще совершает ошибки, но языковой барьер постепенно исчезает. Это очень важно.

Ты говоришь сейчас очень важные слова. Читатели Родана живут в условиях международного взаимопонимания, которое является одним из самых важных посланий этой серии с момента выхода первых романов. И что теперь скажут нелюбители так называемой «мусорной литературы»? Михаил, я благодарю тебя за беседу и надеюсь, что когда-нибудь мы встретимся лично в этой вселенной.

Большое спасибо за нашу дружбу и твои вопросы! На них было интересно отвечать. Я также надеюсь, что однажды мы все встретимся.

Covervarianten zu PR 3000

Das Erscheinen des großen Jubiläumsbandes liegt nun auch wieder 15 Wochen zurück, beschäftigt Fans, Leser und Sammler aber immer noch ausgiebig. Zwar gab es von „Mythos Erde“ kein wirkliches Alternativcover, wie es bei Band 2000 noch der Fall war, aber VPM ist einige Kooperationen eingegangen, die zu Ausgaben mit leichten Abwandlungen in der Optik des Jubiläumsheftes führten.

Mit ein wenig Glück konnte ich die entsprechenden Ausgaben auftreiben und stelle sie in einem kurzen Video vor.

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Im Video behaupte ich vollmundig, dass der Standardausgabe das komplette Covermotiv als Poster beigeheftet sei, ich dies aber niemals zu sehen bekäme, weil ich das Heft nie auseinanderpflücken würde.

Das ist auf vielen Ebenen ausgekochter Quadratkappes!

Volker Hoff war so nett, mir ein Foto seines auseinandergepflückten Posters zu schicken. Dort ist wider Erwarten nicht das vollständige Motiv abgedruckt, sondern eine Variante ohne den Unsterblichen und seine Buddies. Vielmehr hat Arndt Drechsler hier ein wundervolles Raumschiffgemälde mit cairanischen Augenschiffen und terranischer Pickelhaubenkugel gezaubert. Vielen Dank noch mal, Volker.

Poster von Perry Rhodan 3000 – (c) VPM, 2019, Grafik Arndt Drechsler

Vision Terrania im Kleinen

Russische Ausgabe des ersten Perry Rhodan Silberbandes

Dem ein oder anderen Wanderer im Perryversum wird der Name Mikhail Bocharov vielleicht ein Begriff sein. Mikhail lebt in Kursk und ist begeisterter Fan unserer Raketenheftserie. Auf Twitter folgen wir uns schon etwas länger und für den Heftehaufen hat Mikhail vor kurzem eine Übersetzung angefertigt. Vor kurzem habe ich ein Päckchen nach Kursk geschickt: Tee und ein paar Bücher. Und gestern konnte ich mich riesig über ein ähnliches Paket aus Kursk freuen. Mikhail hat mir den ersten Silberband auf Russisch besorgt. Leider kann ich das Buch genauso wenig lesen, wie meine japanische Ausgabe, aber ich finde es ein tolles Zeichen für Völkerverständigung im Kleinen. Da sag noch mal jemand, das Internet sei Böse und Perry Rhodan Schund. Ohne Rhodan und das Internet hätten wir zwei keinen Kontakt. Und wer weiß, vielleicht gelingt es mir ja doch noch, den ein oder anderen Satz zu lesen. Bis dahin hilft uns deepl.com.

Lieber Mikhail, danke für dieses tolles Geschenk.

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