von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

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Der Monat im Rückblick – Juni 2018

Der Juni 2018 war nach einer etwas ruhigeren Zeit wieder so ein richtig feiner Rhodanmonat. Mit dem Finale von Olymp und dem GarchingCon gab es zwei sehr feine Ereignisse, die meine Lesemotivation doch nicht gänzlich unbeeinflusst ließen.

So lief die Leserei

Der Schwarmzyklus ist in diesem Monat aus verschiedenen Gründen in den Hintergrund getreten. Zum einen hatte ich auf Olymp einen gewissen Nachholbedarf, weil ich in der zweiten Hälfte der Miniserie eine kleine Pause einlegte. Die dadurch entstandene Leselücke galt es bis zum Erscheinen des finalen Heftes zu schließen und per Video zu dokumentieren. Wie schon in meinem Abschlussvideo kann ich nur sagen, dass mir die Videolaberei mehr und mehr Freude bereitet hat und das sicherlich nicht das letzte mal war, dass ich venusischen Feuerwhisky und ein Heft mit vor eine Kamera nahm.

Ebenfalls vor eine Kamera und weg vom Schwarmzyklus führte mich der GarchingCon. Gemeinsam mit Björn und Christian klemmten wir uns diesmal vor Volkers Kamera und erzählten in einem perfekt improvisierten Dreiteiler über unsere Lieblingscover der ersten 500 Rhodan-Hefte. Diese von Björn initiierte Aktion war echt witzig und die Fortsetzung zu Band 1000 ist fest eingeplant.

Weg von Schwarmzyklus führte der GarchingCon dann durch eine Reihe faszinierender Fanpublikationen. Neben dem wunderbaren Rainer-Castor-Gedenkwerk aus dem Terranischen Club Eden erwarb ich zwei Bände der Fan-Edition, die noch der Lektüre harren. Daneben unterhielt ich mich mit Alexandra Trinley und Nils Hirseland, die meine Neugierde auf DORGON weckten. In der Fanserie des PROC stecke ich mitten im ersten Zyklus und bin sehr begeistert. Alle Achtung vor dem, was Nils und seine Mitstreiter da auf die Beine stellen. Band 1 kann man sich hier kostenlos herunterladen.

Ich finds ja auch Klasse, dass der Verlag solche Fanaktivitäten unterstützt und die Fanfiction nicht in irgendeinem Forum ein Schattendasein fristen muss.

Das passierte im Blog

Garching und Olymp hinterließen selbstverständlich ihre Spuren im Blog. Neben einer Menge Videos gab es einen kleinen Livebericht zu den geplanten Publikationen rund um Band 3000 und einen kleinen Bericht über Garching.

Hauptunternehmung war im Juni allerdings der Umzug des Blogs von Google zu einer selbstgehosteten Lösung. Ich habe da ja schon länger drüber nachgedacht, aber den Ausschlag gab letztendlich die neue Datenschutzverordnung. Da Google zum jetzigen Zeitpunkt immer noch keinen AVV anbietet, ist eine Seite unter Blogger derzeit nicht rechtssicher zu betreiben.

Ein paar Sachen fehlen noch im neuen Heftehaufen, aber das kommt schon noch. So habe ich zum Beispiel noch keine Kategorien für alte Artikel vergeben, oder den Lesefortschrittsanzeiger im der Seitenleiste neu gebaut. Aber es gibt ja noch lange verregnete Herbstabende …

Das macht der Sammlungsaufbau

Ich habe doch tatsächlich so etwas wie eine digitale Sammlung angefangen, indem ich mir den ersten Zyklus DORGON auf den Reader gepackt habe 🙂 Ach ja, einen Glückstreffer gab es noch. Das wunderbare Buch über Johnny Bruck liegt auf meinem Schreibtisch. Da werde ich in den nächsten Tagen und Wochen sicher noch zwei Sätze zu verlieren.

Mit dem Schwarm in die Vergangenheit

Wie wäre es mal wieder mit einer kleinen Zeitreise. Diesmal in die nicht all zu ferne Vergangenheit:

Im modernen Antiquariat meines Vertrauens entdeckte ich vor Kurzem passend zu meiner aktuellen Lektüre alle Bände des Schwarmzyklus. Und zwar in der Trade-Paperbackausgabe in neun Bänden mit durchgehendem Rückenbild. Ich erinnere mich schwach, diese Ausgabe vor meiner Bekanntschaft mit Perry Rhodan einmal in einer Buchhandlung in Koblenz gesehen zu haben. Meine Gedanken war die damals üblichen: „Lass die Finger von der Endlosserie, das schaffst du nie.“
Diesmal habe ich die Finger nicht davon gelassen und so zieren diese, wie ich finde doch recht hübschen Bücher einen Teil meines Regals.
Die Perrypedia hält natürlich alle 9 Titelbilder vor, die von Dirk Schulz eigens für diese Ausgabe angefertigt wurden.
Neugierig auf die Entstehungsgeschichte dieser Bände machte ich mich heute auf die Suche nach relevanten Informationen.

Das Internetarchiv hält eine eigene Seite zu den Schwarm-Paperbacks bereit. Viel ist nicht mehr übrig, aber die hübsche Grafik gibt einen Eindruck des Bildes auf den Buchrücken.
Klaus Frick blickte im Jahr 2013 ein wenig auf die Entstehungsgeschichte der Trade-Paperbacks und vermittelt einen kleinen Eindruck davon, mit welchen Schwierigkeiten es verbunden war, diese Ausgabe am Markt zu platzieren.
Recht aktuell beschäftigt sich Klaus übrigens wieder mit dem Schwarm-Zyklus. In einem hübschen Artikel wirft er einen Blick auf diesen Zyklus an der Nahtstelle zwischen der Ära Scheer und dem Schaffen des William Voltz.
Deutlich kritischer äußert sich Andy Schmid in einem Artikel des Terranischen Clubs Eden, der an der Sinnhaftigkeit einer Paperbackausgabe zweifelt.
Da ist er wieder, der Spagat zwischen Fanservice für die Altleser und der Gewinnung neuer Käufer – ein Konflikt, der wahrscheinlich zu Perry Rhodan gehört, wie das ewige Ringen zwischen Sense of Wonder und Military SF.
Klar ist die Neuausgabe nicht neu redigierter Silberbandtexte ein relativ preiswertes Unterfangen für den Verlag und offenbar scheint sich die Ausgabe, so wie Klaus Frick schreibt, auch für den Verlag gerechnet zu haben. Wie viele Neuleser Dirk Schulz jetzt mit den neuen Titelbildern generiert hat, weiß ES allein.

Ich freue mich einfach über einen schönen und unverhofften Sammlungszugang, der mir kurz vor meinem Einstieg ins Perryversum schon einmal begegnet ist.

Der Monat im Rückblick – März 2018

Jetzt ist der April schon fast zu einem Drittel rum, und ich komme heute erst zum Fazit für März. So ist das eben in bewegten Zeiten. Nichtsdestotrotz: hier ist mein März.

So lief die Leserei

Rhodanistisch bewege ich mich durch Olymp und die letzten Hefte des Cappins-Zyklusses. Nach einem Sprint im ersten Teil lasse ich es im zweiten Teil etwas langsamer angehen. Das liegt nicht nur an der völlig zerfahrenen Handlung ab der Zyklushalbzeit, vielmehr hat mir die Buchmesse einen Haufen spannender Bücher ins Regal geschwemmt, die mich auch brennend interessieren. Und selbst mein Tag hat nur 24 Stunden.
Also: Rhodan im Normalmaß und viel Ausgleichsliteratur – das war mein Lesemärz.

Das passierte im Blog

Die Bloggerei im März stand ganz im Zeichen der Leipziger Buchmesse, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal besucht habe. Ausgestattet mit Telefon und Laptop tauchte ich in diese wunderbare Bücherwelt ein und schrieb jeden Tag auf, was mir persönlich widerfahren ist. Wer mag, kann ja hier mal loslesen.

Das machte der Sammlungsaufbau

Neben einigen Fanartikeln und signierten Heften sind mir gestern einige Terrahefte in den Schoß gefallen. Da die mir so richtig gut gefallen und das ja auch schon im April war, schreib ich demnächst was dazu, wenn ich die Beute detailliert gesichtet habe.

Leipziger Buchmesse – Tag 4 Wider die Stereotypen

Die Aufgabe des Tages gestaltete sich nicht gerade einfach. Das Messebuch des Tages sollte ein Buch werden, das mit gängigen Rollenklischees bricht. Inspiriert dazu hat mich eine Podiumsdiskussion des Nornennetzes, einer Vereinigung phantastischer Autorinnen. Da lag es nah, deren Stand als Ausgangspunkt meiner Suche zu nehmen.
Eine dort gerade stattfindende Lesung einer Vampirgeschichte ließ mich allerdings zurückschrecken. Vampirzeug ist jetzt nun wirklich nichts, was irgendwelchen Rollenklischees zuwiderläuft. Da hilft auch ein modernes Setting und teilweise rüde Wortwahl nichts. Also doch wieder nur Geschichten über Frauen, die nur dann erfolgreich sind, wenn sie typisch männliches Verhalten annehmen oder sich beißen lassen? Nicht wirklich. Ich ziehe weiter.
Ich frage an einem Stand der ausschließlich von Frauen bedient und belagert wird,  nach Fantastic Romance, die ich auch als Mann lesen kann, und werde reichlich seltsam angeschaut. Schade, aber dann bleibt halt unter euch. Ich suche doch nur etwas, in dem Männer nicht immer kämpfen und Frauen sich befreien müssen.
Letztendlich fallen mir dann doch noch zwei Bücher auf, zwischen denen ich mich nicht entscheiden kann, weswegen ich einfach beide mitnehmen werde.

Als erstes fiel mir der Roman „Jamil – Zerrissene Seelen“ von Farina de Waard aus ihrem eigenen Fanowa-Verlag auf.

Jamil – Zerrissene Seele – (c) Fanowa Verlag 2017 (Das Cover ist mit Lentikularfolie bezogen und changiert zwischen blau und rot)

Laut Klappentext kämpft ein junger Mann um sein Überleben und Frieden zwischen Kulturen. Also doch wieder Kampf? Dabei ist, so Farina de Waard, Jamil derjenige, der nicht zum Schwert sondern zum Wort greift, ein Mann, der sich als Flüchtling inmitten einer fremden Kultur wiederfindet.
In einem interessanten Gespräch wird mir ein Buch vorgestellt, das sich mir als Mischung aus Entwicklungsroman und hochaktueller Parabel zur Füchtlingsthematik darstellt. Ich bin gespannt. Farina de Waard ist übrigens der reale Name der Autorin

Das zweite Buch finde ich wieder bei der Edition Roter Drache. Mit „Jinntöchter – K_ein orientalisches Märchen“ erzählt Carmilla deWinter die Geschichte von Maya, die wegen des Geheimnisses, das sie in sich trägt, in eine Verschwörung gerät. Carmilla deWinter (es handelt sich um ein Pseudonym) erzählt mir von Maya, die sich nichts sehnlicher wünscht, als eine eigene Familie zu haben. Also doch wieder das Befreiungsdings? Frau deWinter verneint heftig. Befreiung ja, aber eben nicht durch Imitation männlichen Verhaltens. Politische und gesellschaftliche Wirren bringen sie dazu, diese Pläne gründlich über den Haufen zu werfen und sich den drohenden Intrigen zu stellen.
Ich fühle mich entfernt an Marion Zimmer Bradley erinnert und freue mich auf die Lektüre.

Jinntöchter – (c) Edition Roter Drache 2017

Heute werde ich vermutlich früher die Segel streichen, noch einmal beim unsterblichen Vorbeischauen und dann einfach in einer Lesung landen. Welche das sein wird, weiß ich nicht. Schließlich bin ich zum Entdecken hier.

Leipziger Buchmesse Tag 3 – Mittags

Die philosophische Frage nach dem freien Willen lässt sich auf der Leipziger Buchmesse leicht beantworten: Du darfst einen möglichen Weg nur nehmen, wenn dir kein Ordner im Weg steht.
Mittlerweile ist es so voll, dass die Besucherströme auf festen Wegen zwischen den Hallen hin und her geleitet werden. An dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön an die Ordnungskräfte, die absolut unaufgeregt und stets hilfsbereit ihrer Arbeit nachgehen. Klasse!

Umkippen nicht mehr möglich
Von hier aus werden die Besucherströme in die Hallen geleitet

Heute Morgen rief ich „Eis und Schnee“ zum Tagesthema für das Messebuch aus. Fündig wurde ich beim Verlag Feder und Schwert, der mit „Eis und Dampf“ eine Steampunkanthologie vorlegt.
Vorgestellt wurde mir ein Buch, dessen Geschichten in einer Welt spielen, die im 9. Jahrhundert von einer Eiszeit heimgesucht wurde. Kurzgeschichten mag ich, Steampunk habe ich noch nicht wirklich viel gelesen, bin aber sehr neugierig. Dementsprechend gespannt bin ich, das Messebuch des Tages heute Abend aufschlagen zu können.

Eis und Dampf – (c) Feder und Schwert
Das Genre Steampunk habe ich bis jetzt etwas vernachlässigt und gedenke das zu ändern. Literarisch.

Nach der Buchsuche schloss sich eine Lesung von Andreas Brandhorst an, bei der ich endlich auch Norbert Fiks über den Weg lief. Jippieh.

Andreas Brandhorst beantwortet Fragen (Das Foto wurde mir freundlicherweise von Norbert Fiks zur Verfügung gestellt.)

Nach einem kurzen Interview trug Brandhorst aus seinem Roman „Die Tiefen der Zeit vor“. Laut Auskunft des Autors soll das Hauptthema der Erzählung die Frage nach der Menschlichkeit sein. Philosophische Science Fiction? Klingt gut. Die Menschheit wurde beim Aufbruch ins All fast vernichtet und trägt seitdem ein kollektives Trauma mit sich. Genetisch an ihre jeweilige gesellschaftliche Aufgabe angepasste Menschen kämpfen um das Überleben ihrer Spezies. Ein programmierter Soldat jedoch träumt vom Frieden, der seiner genetischen Disposition zuwider läuft. (Zack, da ist der freie Wille wieder).
Als der Autor dann noch erwähnte, dass der Angriff auf einen Planeten über eine Straße aus der Vergangenheit erfolgt, war es um mich geschehen. Meine Hassliebe zu Zeitreisen war erwacht.
Mal schauen, wie Brandhorst mit diesem Thema umgeht. Ich freue mich derweil über eine Ausgabe, die sowohl vom Autor wie auch vom Titelbildkünstler Arndt Drechsler signiert wurde.

Andreas Brandhorst signiert auf der Leipziger Buchmesse 2018

Danach schaute ich kurz am Perry Rhodan Stand vorbei, wo ich gemeinsam mit Klaus Bollhöfener und Philine-Marie Rühmann einige Rahmenbedingungen für eine Veranstaltung im nächsten Frühjahr absteckte. Das wird bestimmt spannend.

Oliver Fröhlich und Philine-Marie Rühmann halten Kugelschreiber

Übrigens, Veranstaltung: Wer Andreas Brandhorst selbst lesen hören möchte, den kann ich guten Gewissens zu Norbert Fiks Hinterm Mond schicken. Am 6. Oktober findet auf dem Kulturspeicher in Leer der 2. Tag der SF-Literatur in Ostfriesland statt. neben dem Perry Rhodan Autor Kai Hirdt wird dort auch Andreas Brandhorst zu Gast sein.

Leipziger Buchmesse – Tag 3 Morgens

Ich bin umgezogen. Schnee und nächtliche Temperaturen um -10 °C sind selbst mir als passionierter Draußenseier dann doch ein wenig zu viel, zumal ich bei der Schneelast doch um das Zeltgestänge fürchte.

Sieht doch ganz heimelig aus.

Schluss mit lustig. Zelt flachlegen und Ausrüstung schonen.

Nachdem ich gestern ja nach dem hoffnungsvollsten SF-Buch auf der Messe suchte, war die abendliche Lektüre in der Therme gesetzt. Und tatsächlich: „Reiseziel Utopia“ entpuppt sich als abwechslungsreiche Geschichtensammlung aus einer positiv gezeichneten Zukunft. Gefällt mir richtig gut. Mit Gerhard Huber und Dieter Bohn sind auch zwei ausgewiesene Rhodanisten mit Texten vertreten. Nicht nur deshalb bekommt die Kurzgeschichtensammlung „Reiseziel Utopia“ aus der Edition Roter Drache von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Wetterbedingt könnte ich mich ja heute nach einem Phantastikbuch umsehen, in dem Eis und Schnee eine Rolle spielen … (Nein, ich meine nicht das naheliegende und bereits verfilmte Feuer-und-Eis-Dings.) Überhaupt fasziniert mich das Angebot der vielen Klein- und Kleinstverlage viel mehr, als das der großen Publikumsverlage.
Um 11:30 liest dann mit Andreas Brandhorst einer der Großen und Bekanten, deren Texte mich dennoch faszinieren. Außerdem hoffe ich, noch dem ein oder anderen bekannten Menschen über die Füße zu laufen. Schließlich war Norbert Fiks extra beim Friseur.
Noch ist das Pressezentrum angenehm leer, ich bin gespannt, wie viele Besucher heute den Weg durch den Schnee finden.
Lasset den Zirkus weitergehen!

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