Heftehaufen

Leipziger Buchmesse Tag 3 – Mittags

Die philosophische Frage nach dem freien Willen lässt sich auf der Leipziger Buchmesse leicht beantworten: Du darfst einen möglichen Weg nur nehmen, wenn dir kein Ordner im Weg steht.
Mittlerweile ist es so voll, dass die Besucherströme auf festen Wegen zwischen den Hallen hin und her geleitet werden. An dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön an die Ordnungskräfte, die absolut unaufgeregt und stets hilfsbereit ihrer Arbeit nachgehen. Klasse!

Umkippen nicht mehr möglich
Von hier aus werden die Besucherströme in die Hallen geleitet

Heute Morgen rief ich „Eis und Schnee“ zum Tagesthema für das Messebuch aus. Fündig wurde ich beim Verlag Feder und Schwert, der mit „Eis und Dampf“ eine Steampunkanthologie vorlegt.
Vorgestellt wurde mir ein Buch, dessen Geschichten in einer Welt spielen, die im 9. Jahrhundert von einer Eiszeit heimgesucht wurde. Kurzgeschichten mag ich, Steampunk habe ich noch nicht wirklich viel gelesen, bin aber sehr neugierig. Dementsprechend gespannt bin ich, das Messebuch des Tages heute Abend aufschlagen zu können.

Eis und Dampf – (c) Feder und Schwert
Das Genre Steampunk habe ich bis jetzt etwas vernachlässigt und gedenke das zu ändern. Literarisch.

Nach der Buchsuche schloss sich eine Lesung von Andreas Brandhorst an, bei der ich endlich auch Norbert Fiks über den Weg lief. Jippieh.

Andreas Brandhorst beantwortet Fragen (Das Foto wurde mir freundlicherweise von Norbert Fiks zur Verfügung gestellt.)

Nach einem kurzen Interview trug Brandhorst aus seinem Roman „Die Tiefen der Zeit vor“. Laut Auskunft des Autors soll das Hauptthema der Erzählung die Frage nach der Menschlichkeit sein. Philosophische Science Fiction? Klingt gut. Die Menschheit wurde beim Aufbruch ins All fast vernichtet und trägt seitdem ein kollektives Trauma mit sich. Genetisch an ihre jeweilige gesellschaftliche Aufgabe angepasste Menschen kämpfen um das Überleben ihrer Spezies. Ein programmierter Soldat jedoch träumt vom Frieden, der seiner genetischen Disposition zuwider läuft. (Zack, da ist der freie Wille wieder).
Als der Autor dann noch erwähnte, dass der Angriff auf einen Planeten über eine Straße aus der Vergangenheit erfolgt, war es um mich geschehen. Meine Hassliebe zu Zeitreisen war erwacht.
Mal schauen, wie Brandhorst mit diesem Thema umgeht. Ich freue mich derweil über eine Ausgabe, die sowohl vom Autor wie auch vom Titelbildkünstler Arndt Drechsler signiert wurde.

Andreas Brandhorst signiert auf der Leipziger Buchmesse 2018

Danach schaute ich kurz am Perry Rhodan Stand vorbei, wo ich gemeinsam mit Klaus Bollhöfener und Philine-Marie Rühmann einige Rahmenbedingungen für eine Veranstaltung im nächsten Frühjahr absteckte. Das wird bestimmt spannend.

Oliver Fröhlich und Philine-Marie Rühmann halten Kugelschreiber

Übrigens, Veranstaltung: Wer Andreas Brandhorst selbst lesen hören möchte, den kann ich guten Gewissens zu Norbert Fiks Hinterm Mond schicken. Am 6. Oktober findet auf dem Kulturspeicher in Leer der 2. Tag der SF-Literatur in Ostfriesland statt. neben dem Perry Rhodan Autor Kai Hirdt wird dort auch Andreas Brandhorst zu Gast sein.

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