von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

Schlagwort: Gedanken (Seite 10 von 10)

Brüder, es zieht ein Geruch übers Land

Ich mag Perry Rhodan und Hannes Wader. Beide sind auf ihre Art Legenden, durchaus schon älter und in gewissem Sinne auch ein Spiegel ihrer Zeit. Ersterer startete angeblich am 19. Juni 1971 zum Mond. Letzterer hat im Jahre 1996 zusammen mit Reinhard Mey und Klaus Hoffmann eine großartige Platte mit Texten des schwedischen Musikers Carl Michael Bellman (1740-1795). Aus der Epistel 35 habe ich den Titel dieses Blogbeitrags entliehen.

In den letzten Tagen habe ich mich intensiv mit Geruch beschäftigt. Denn machen wir uns nichts vor – die ersten Romanhefte sind mittlerweile 55 Jahre alt. Selbst bei guter Lagerung (was bei meinen Heften bisher der Fall war) und der Verwendung von besserem Papier nehmen Bücher in dieser Zeit einen charakteristischen Altmuff an.

Im Internet liest man allerhand Tricks zur Entfernung dieses Geruchs, vom Einfrieren über die Behandlung mit Natron bis zur wochenlangen Lagerung in Katzenstreu, wobei letzteres anscheinend die besten Erfolge bringen soll.

Ich selbst bin unschlüssig. Katzenstreu stinkt doch irgendwie mehr als alte Bücher es jemals könnten, einen Tiefkühllaster habe ich auch nicht vor der Haustür stehen und 2600 Romane sind ja doch eine Hausnummer. Dabei sind die Hefte weit davon entfernt, irgendwie nach Feuchtigkeitsschaden zu müffeln. Es ist einfach Alter.

Liest jemand mit, der sich dieses Phänomens schon erfolgreich angenommen hat? Oder lasst ihr die Hefte einfach so, weil der Geruch eine Art Patina ist, die dazu gehört? Ich freu mich über Tipps und Erfahrungen im Kommentarbereich.

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Bestandsaufnahme 1-170

So, nach einem wundervollen Tag bin ich noch ein wenig wach und habe mich an die Öffnung der ersten Kiste gemacht und die Hefte mal in eine Reihenfolge gebracht.

Daneben sehen meine Flohmarkfunde der ersten 170 Hefte geradezu mickrig aus. Außerdem war bei meinen alten Heften nicht eine Erstausgabe dabei.

Wie man an den Stapeln schon erahnt, klaffen in den ersten Nummernblöcken doch einige Lücken. So fehlen bis auf Band eins beispielsweise die ersten zehn Bände – Nummer 6 hatte ich selber hier liegen.

Zur Verwaltung der fehlenden Hefte habe ich mir Notizen in Evernote angelegt. Dort gibt es praktische Listen zum abhaken, die ich am Desktop anlegen kann und unterwegs im Smartphone immer dabei habe. (Na klar könnte ich einfach alle fehlenden Hefte bestellen, aber wo bleibt denn da der Spaß an der Jagd?)

Mal schauen, was die einschlägigen Gebrauchtbuchhändler in Koblenz und Andernach (eventuell mal Köln) zu meiner Liste sagen.

Wie ich mit dem Thema Erstausgabe umgehe, weiß ich noch nicht. Gerade die ersten Hefte sind ja nicht preiswert. Kommt es mir nur auf den Text auf Papier an, dann nehm ich die fünfte Auflage. Will ich eine wirklich durchlaufende Sammlung, dann muss ich auf die Hefte der Erstauflage sparen.

Schreibt mir Eure Meinung dazu doch als Kommentar, vielleicht stand ja jemand schon vor einer ähnlichen Frage. Ich bin gespannt.

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Mein Weg ins Perryversum

Ich behaupte von mir, eine recht umfangreiche Science Fiction Büchersammlung zu besitzen. Klar klaffen bei so einem riesigen Genre zwangsweise immense Lücken, aber ein wenig was steht hier schon rum. Ich hatte gerade begonnen, mich mit SF der damaligen DDR auseinander zu setzen, als mir klar wurde, dass ich mich mit Heftromanen nie beschäftigt hatte.
Ich hatte zwar schon einmal von diesem komischen Perry Rhodan gehört und diese seltsam schimmernden Bände gesehen, aber rangewagt habe ich mich nie. (Und ja, ich könnte mir immer noch ein Loch in den Siewissenschon beißen, dass ich meine Erstausgabe von Raumkapitän Nelson vertickt hab.)
Aus einer Laune heraus, oder war es Schicksal, oder ES, habe ich gesehen, dass in Mannheim ein Perry-Rhodan-Treffen stattfinden solle.

Mit dem WeltCon 2011 fing alles an

Mit absolut null Ahnung, aber Bock auf ein freies Wochenende buchte ich ein Hotel in Mannheim und es war um mich geschehen.
Ich lernte Frank Borsch und das damals neue Projekt PR NEO kennen, hatte das Glück, einige wenige Worte mit Legenden wie Hanns Kneifel oder Rainer Castor zu wechseln, holte mir mitten in der Nacht ein Autogramm von Markus Heitz, der extra mit Andreas Eschbach wartete, bis ich aus der Tiefgarage zurück war, und verbrachte ein tiefenentspanntes Wochenende inmitten meist langhaariger Männer mit Holzfällerhemden. Es war ein Traum.

 

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