Der Unsterbliche und die sozialen Medien Drei Fragen an Philine-Marie Rühmann

© Pabel-Moewig Verlag KG; Philine-Marie Rühmann

Philine-Marie Rühmann betreut seit 2016 das Online-Marketing unserer geliebten Raketenheftserie. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat sie den Perry-Rhodan Onlineshop aufgebaut und betreut die Onlineauftritte Perry Rhodans in den verschiedenen sozialen Medien. Seit der letzten Woche ist bekannt, dass Philine-Marie Rühmann in Mutterschutz geht und während ihrer Abwesenheit von Madeleine Grobe vertreten wird.

Philine-Marie war so freundlich, mir an ihrem letzten Arbeitstag noch drei Fragen zu beantworten.

Heftehaufen: Ihr seid als PERRY RHODAN-Redaktion ja mittlerweile viel in den sogenannten sozialen Medien unterwegs. Seit wann ist das so, und welche Plattformen bedient ihr mit welchem Material?

Philine-Marie Rühmann: Wir sind nun seit über fünf Jahren auf verschiedenen Social-Media-Plattformen unterwegs. Darunter Facebook, Twitter, YouTube, Google + und seit geraumer Zeit auch auf Instagram.

Wir arbeiten im Online Marketing mit einem sogenannten Redaktionsplan, das heißt jeder Kanal wird mit unterschiedlichem Content gefüttert. Natürlich schauen wir auch, welche Zielgruppe sich auf welcher Plattform tummelt. Wir verfolgen dabei aber immer unserer eigenen Social-Media-Strategie, die wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden! 😉

Der Austausch mit unseren PERRY RHODAN-Lesern steht dabei aber im Vordergrund.

Habt ihr es auf den unterschiedlichen Plattformen mit verschiedenen  Zielgruppen zu tun, oder treiben sich Rhodanisten ohnehin überall rum?

Na klar! Wobei sich ein gewisser »Herr Heftehaufen« auf all unseren Kanälen herumtreibt … 🙂

Spaß beiseite – letztendlich müssen wir auch entscheiden, welche Plattformen für uns Sinn machen.

Bei Instagram geht es ja ausschließlich um das Teilen von Fotos und den sogenannten Stories. In diesem visuellen Kanal geht es daher sehr stark um Emotionen und weniger um textliche Inhalte. Hier entscheiden die Follower in Sekunden, ob etwas geliked wird, oder man einfach weiterscrollt. Wir nutzen diesen Kanal hauptsächlich zur Ansprache der jüngeren Generation (Altersgruppe 14-29 Jahre).

Twitter ist ja bekanntlich ein Social-Media-Kanal für Textliebhaber. Hier werden also eher weniger Bilder getweetet. Die Zielgruppe liegt hier altersmäßig auch etwas höher als bei Instagram.

Facebook kennen die meisten und für PERRY RHODAN ist es die die Hauptplattform. Hier teilen wir unsere aktuellen Newsmeldungen, bringen aber auch spaßige Hintergrundinformationen aus dem Redaktionsalltag. Die Altersgruppe ist hier am höchsten.

Unser YouTube-Kanal wurde unter meiner Ägide komplett umgekrempelt. Diese Neuerung ist auch auf unsere Social-Media-Strategie zurückzuführen. Wir kooperieren seit geraumer Zeit mit YouTuber Ben Calvin Hary, er befüllt unseren YouTube-Channel mit monatlichen Kurzvideos rund um PERRY RHODAN. Denn YouTube ist viel mehr als nur eine Videoplattform. Es ist eine Suchmaschine. Die zweitgrößte nach Google, um genau zu sein.

Besonders bei Jugendlichen ist der Videokanal beliebt, und genau die wollen wir mit unseren Videos ansprechen!

Kannst du uns verraten, wie es rund um Band 3000 und danach mit den verschiedenen Kanälen des Perryversums weitergeht? Plant ihr die Eroberung neuer digitaler Galaxien oder gibt es Pläne zu Neuausrichtungen, wie es letztens mit dem Youtube-Kanal geschehen ist?

Derzeit ist unser Plan, dass die bestehenden Plattformen noch mehr an Reichweite gewinnen. Außerdem wollen wir unseren PERRY RHODAN-OnlineShop und die darin enthaltenen Produkte stärken.

Rund um Band 3000 wird es verschiedene Marketingkooperationen geben, die sich dann auch auf unsere Social-Media-Plattformen auswirken werden – weitere Informationen kannst du mir aber leider nicht entlocken!

Auf jeden Fall wünsche ich all unseren Followern weiterhin viel Spaß!

Herzlichen Dank für deine Antworten, liebe Philine-Marie (Wir führten das Interview per Email.) sowie alles erdenklich Gute für den neuen Terraner und seine Eltern.  Und natürlich viel Erfolg und Freude an ihrer neuen Aufgabe und ein herzliches Willkommen an Madeleine Grobe!

Das Andromeda-Backup – Ein Gespräch mit Michael Pfrommer

Mittlerweile bin ich knapp zur Hälfte des Cappins-Zyklus vorgedrungen und kann nachvollziehen, warum dieser Abschnitt für viele Leser einen großen Bruch darstellt. Zwei Leser, die sich intensiv mit den beiden vorangegangenen Zyklen beschäftigt haben, sind Kurt Kobler und Michael Pfrommer vom Terranischen Club Eden. Ihre Begeisterung geht soweit, dass sie mit ihrer Reihe „Meister der Insel – Extended“ eine ganze Serie von Fanromanen verfasst haben, die zur Zeit der Meister der Insel und damit in der klassischen Serienvergangenheit spielen.
Ich wiederum war derartig begeistert vom Auftaktroman Andromeda-Backup, dass ich Michael Pfrommer ein paar Fragen zum Roman gestellt habe.

Michael Pfrommer

Michael, du bist im Fandom kein ganz unbekannter. Gib den Heftehaufenlesern, die den Terranischen Club EdeN nicht kennen, dennoch kurz die Gelegenheit, etwas über dich zu erfahren.

Ich bin von Hause aus eigentlich Klassischer Archäologe, d. h. ich beschäftige mich als Wissenschaftler mit Griechen und Römern, etwa mit der Epoche von Alexander dem Großen oder mit den Tagen der großen Kleopatra. Neben wissenschaftlichen Werken habe ich auch eine ganze Reihe von historischen Romanen geschrieben, für Erwachsene wie auch für Jugendliche.

Zusammen mit Kurt Kobler hast du das Andromeda-Backup, einen Fanroman, verfasst. Wie kommt man überhaupt auf eine solche Idee?

Die Idee zu unseren Perry-Rhodan-Fanromanen stammt von meinem Partner Kurt Kobler. Da er wusste, dass ich selbst Romane schreibe, kontaktierte er mich eines Tages, um zu fragen, ob ich für den TCE, unseren kleinen, jedoch über die Grenzen Deutschlands hinaus aktiven Perry-Rhodan-Club einen Fanroman schreiben wolle. Mich faszinierte die Idee, weil ich in meiner Teenagerzeit bis in die frühen Siebziger Jahre hinein ein begeisterter Perry-Rhodan-Leser gewesen war. Ich bin jedoch ein typischer Alt-Leser, der sein Herz an die Altserie verloren hat, das sind vor allem die Sechzigerjahre. In den letzten 45 Jahren habe ich höchstens noch 50 neue Perry-Rhodan-Romane in der Hand gehabt, doch das alte Feuer war einfach erloschen.

Kurt Koblers Idee, Perry Rhodan so weiter zu erzählen, wie ich es persönlich geliebt hätte, das war eine solche Versuchung, dass ich meinen ersten Fanroman schrieb, wobei der Perry-Rhodan-Verlag natürlich seine Erlaubnis geben musste, da wir die Bücher ja in Kleinserie publizieren. Für mich ist es bis heute ein Spaziergang durch meine Teenager-Jahre. Eine ganz persönliche Zeitreise.

Warum habt ihr ausgerechnet die Epoche um die Meister der Insel gewählt, die ja mit Sicherheit eine der beliebtesten und bestuntersuchten der ganzen Seriengeschichte ist.

Für mich als Wissenschaftler stellt der Zyklus der Meister der Insel im Rahmen der Perry-Rhodan-Romane eine Ausnahme dar. Er porträtiert den Kampf der Menschen gegen sich selbst, eine kleine Gruppe von relativ unsterblichen Menschen um Perry Rhodan trifft auf eine sogenannte Erste Menschheit, deren Wurzeln Jahrzehntausende in der Vergangenheit liegen. Auch diese Erste Menschheit wird von einigen wenigen Unsterblichen regiert, den Meistern der Insel. Wenn wir von relativer Unsterblichkeit sprechen, dann meinen wir in der Perry-Rhodan-Terminologie, dass diese Menschen zwar getötet werden können, dass sie jedoch keinem natürlichen Alterungsprozess unterworfen sind. Die relative Unsterblichkeit ist ein rein technisches Phänomen und hat nichts mit Magie oder Ähnlichem zu tun.
Diese Meister der Insel (MdI) beherrschen nun mithilfe eines skrupellosen Terrorregimes unsere Nachbargalaxie Andromeda. Vereinfacht könnte man sagen, Perry Rhodan und sein Kreis von Unsterblichen hat unsere Menschheit (Die Zweite Menschheit) ins zivilisatorische Licht geführt, während die Meister der Insel unsere Nachbargalaxie in einen barbarischen Albtraum gestürzt haben.
Als Perry Rhodan auf die Meister trifft, begegnet er gleichsam seinem düsteren Spiegelbild. In der Terminologie von Star Wars würde man von der dunklen Seite der Macht sprechen.
Konsequenterweise entbrennt zwischen Perry Rhodan und den MdI ein episches Duell auf Leben und Tod, das Perry Rhodan und seine Getreuen in letzter Sekunde haarscharf für sich entscheiden. Dieser beinahe mystische Gedanke des immerwährenden Kampfes zwischen Gut und Böse hat mich als Kulturwissenschaftler bis heute fasziniert und so implantierte ich meine eigene Perry-Rhodan-Erzählung in diesen legendären Zyklus, um die Lücken zu füllen, die die Originalserie in den frühen Sechziger Jahren hinterlassen hatte.

Das du Kulturwissenschaftler bist, ist im Roman kaum zu überlesen. Die Szenen auf History, einer Art atemporaler Zoo, in dem Menschen unterschiedlichster Epochen gehalten werden, müssen dir sicher großen Spaß gemacht haben, oder? Wie ist es, wenn man den Beruf zum Hobby macht?

Ja, die Szenen auf History waren ein Riesenspaß, vor allem, weil das Reitervolk der Skythen in der Ukraine und im südlichen Russland einen meiner Forschungsschwerpunkte darstellte. Man darf auch nicht vergessen, dass vieles, was man in der Geisteswissenschaft liest, im Grunde Hypothese ist. Ich spreche manchmal von Wissenschaftsbelletristik. Im Andromeda-Backup habe ich somit Archäologie in Romanform umgewandelt (etwa das Aussehen eines skythischen Fürstengrabes), so wie ich das bereits bei meinen anderen historischen Romanen getan habe.

Du hast vom Füllen der Lücken in den klassischen Zyklen gesprochen. Wie kann kann ich mir euer Vorgehen beim Verfassen der Romane vorstellen? Schließlich musste euer Plot ja auch exakt in diese Lücken passen.

Wir sind bei den einzelnen Andromeda-Romanen ganz unterschiedlich vorgegangen. Im ersten Teil des Andromeda-Backups, der auf Tamanium spielt, während des Endkampfs der Terraner gegen die Meister (PR 297-299), habe ich PR 297 in viele einzelne Handlungsschritte zerlegt und anschließend meine Geschichte mit meinen eigenen Personen in dieses Raster hineinkomponiert. Deshalb könntest Du im ersten Teil den ‚Amoklauf der Schläfer’ und das Backup nebeneinander legen und würdest sozusagen zwei Handlungsebenen ein und derselben Story erleben, die sich gegenseitig ergänzen.
Im zweiten Teil vom Andromeda-Backup habe ich den Schauplatz History genommen, ein berühmtes Motiv aus der EA, aber dann habe ich meine eigene Geschichte mit meinen eigenen Personen erzählt.
So gehen wir grundsätzlich vor. Im Augenblick schreibe ich gerade an den letzten Seiten einer Geschichte zu dem Flottentender DINO III, der seinerzeit in der alt-lemurischen Vergangenheit strandete, eine berühmte Geschichte der EA (PR 265). Was jedoch auf diesem Tender passiert ist, dazu schweigt die EA. Deshalb nehme ich auch hier den authentischen Schauplatz, erzähle jedoch mein eigenes Abenteuer.

Das Andromeda-Backup ist nur der erste Teil der MdI-Erweiterung. Vier weitere Teile sind bereits erschienen. Verrätst du uns, wie es in Teil 6 weiter geht?

In unserem Andromedazyklus geht es um den letzten überlebenden MdI, den H.G. Ewers seinerzeit in einem einzigen Satz erwähnte (bei uns Rahol Fontan). Nach dem Tod von Mirona Thetin (Faktor I) unternimmt er den Versuch, die Macht zurückzugewinnen. Dieser gigantische Notfallplan, an dem er seit 20 Jahrtausenden strickt, ist das Andromeda-Backup. Wir erzählen schwerpunktmäßig die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Menschen, die in diesen mysteriösen Plan verwickelt werden und alles daran setzen, um Faktor XIV zur Strecke zu bringen. Sie ahnen jedoch nicht, dass das Ende völlig anders aussehen wird, als sie sich das vorstellen. Es könnte tatsächlich neue Meister geben, aber in welcher Form? Doch mehr möchte ich hier nicht verraten.

Danke für das Gespräch, Michael. Ich denke, dass ich tatsächlich noch einmal den ersten Teil und Heft 297 nebeneinander lesen werde.

Und ich freue mich auf den ein oder anderen Con in diesem Jahr, an dem der TCE sicherlich zugegen sein wird um mir die fehlenden Teile eurer „Meister der Insel – Extended“ Reihe zu verkaufen. Wer nicht so lange warten will, kann die Bücher auch direkt auf der Seite des Terranischen Clubs EdeN beziehen. Dazu geht es einfach hier entlang.

Interview mit Klaus Frick

Philine-Marie Rühmann im Gespräch

Interview mit Madlen Bihr

In Rastatt konnten Volker Hoff und ich einige Redaktionsmitglieder der Perry Rhodan-Redaktion interviewen. Den Anfang macht Madlen Bihr, ihres Zeichens Redaktionsassistentin.

Interview mit Robert Corvus

Während einer Gesprächsrunde ergab sich auf dem 1. Brühlcon 2017 die Gelegenheit zu einem kurzen Spontaninterview mit dem Autor Robert Corvus.
Wir sprachen über seine verschiedenen Werke und vor allem unterschiedliche Fankulturen innerhalb des großen Genres Fantastik.
Doch hört und seht selbst.
Wie der ganze 1. BrühlCon versprüht auch dieses Video leicht den Charme der liebevollen Improvisation 😉

Wir bitten, die Hintergrundgeräusche zu entschuldigen. An besseren Räumlichkeiten für den BrühlCon 2018 arbeiten wir schon.

Interview in der SOL

Die SOL ist das Magazin der PRFZ, der Perry Rhodan-Fanzentrale. Hier stellen Autoren, Grafiker, Redakteure und andere Menschen mit einem unverkennbaren Hang zur Science Fiction regelmäßig ein tolles Magazin zur größten Raketenheftchenserie der Welt auf die Beine.

Ziemlich zu Anfang meiner Lesereise (also noch viel anfangiger als jetzt noch) schrieb mich Norbert Fiks an, ob er mich für die SOL 86 interviewen könnte, da der Schwerpunkt dieser Ausgabe das Fandom sei. Ich war sehr überrascht über seine Aufmerksamkeit und habe einfach mal ja gesagt.

Das fertige Interview aus der SOL kann ich in Rücksprache mit Norbert hier zeigen:

Direkt zum Anschauen gibt es die Seiten auch hier und hier. (Links öffnen jeweils in einem neuen Fenster.)