Heftehaufen

Ausflug in eine weit entfernte Galaxis

Das ein oder andere Mal habe ich hier ja schon über Nachwuchsförderung geschrieben. Perry Rhodan Hörspiele mit meiner Tochter und solche Dinge. Kulturelle Bildung ist nun mal wichtig. Und macht Spaß.

Aber selbigen mal beiseite: Wer, wenn nicht wir Eltern können Kinder an Science Fiction Literatur heranführen? Doof finden können sie es ja immer noch. Bei Star Wars hatte ich mit dem Dooffinden relativ wenig Zweifel, auch wenn das streng genommen keine Literatur ist. Aber ich finde, „Märchenfilm“ deckt die Sache ganz gut ab.

Also: Star Wars mit zwei zehnjährigen Damen und meine Eindrücke davon.

Natürlich gab es, wie sollte es anders sein, zum Start die Episoden 4 bis 6. Mit 7 bis 9 habe ich selbst meine liebe Not, Episode 1 ist ein netter Kinderfilm, aber spätestens die Verwandlung von Anakin in Vader ist definitiv keine Szene für die Altersgruppe. Und außerdem ist der Beginn mit Episode 4 ja nun unbestreitbar die einzige richtige Reihenfolge. Sagt man so. Und die Neuauflagen sind sowieso …

Moooment!

Zuerst einmal habe ich die beiden beneidet, diese Filmklassiker mit völlig unschuldigen Kinderaugen zu sehen. Hand aufs Herz: Uns Erwachsenen gelingt das nicht mehr. Wir sehen diese Filme entweder bewusst mit Erwachsenenaugen, oder, was sicherlich nicht selten ist, durch eine verklärte Kindheitsbrille. (Die Parallele zu den bekannten „Altlesern im Perryversum mache ich nicht auf. Das kann der geneigte Leser selber.)

Ich habe an drei Abenden zwei Kinder erlebt, denen es egal ist, ob Han zuerst geschossen hat, ob special effects anders aussehen, als auf der VHS-Version und ob Han Jabba auf den Schwanz tritt. Für die Kinder stand die Geschichte um die Rettung einer verdammt coolen Prinzessin im Vordergrund, eine Liebesgeschichte, und die Entwicklung eines jungen Ritters, der am Ende seinen Vater erlöst.

Auf eine Stelle, die unter Fans wahnsinnig umstritten ist, habe ich allerdings durch die Kinderaugen einen neuen Blick bekommen, und dafür bin ich sehr dankbar. Ich rede vom Ende der Episode 6. Große Feierlichkeit allerorten und am Ende tauchen drei Machtgeister auf: Yoda, Obi Wan und Anakin. MIT FALSCHEM SCHAUSPIELER! FREVEL!

Nein. Eben genau nicht mit falschem Schauspieler. Ich übergebe an Kinder-O-Ton: „Luke hat seinen Vater erlöst. Dann kann er wenigstens als Machtgeist wieder zu Anakin werden.“

Und Anakin ist nun mal? Genau Hayden Christensen.

Insofern: Danke Kinder für diese kleine Augenöffnung und einen unschuldigen Blick auf einen feinen, kleinen Märchenfilm. Die Episoden 1 bis 3 schauen wir dann später mal 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.