von Einem, der auszog, um 3000 Perry-Rhodan-Romane zu lesen

Schlagwort: Pan Thau Ra

Monatsrückblick Oktober 2019

Oh, wie habe ich die Hefte vermisst!

Ja, die Hörerei war eine schöne Erfahrung. Viel Autofahrerei luden zu vielen schönen Hörstunden ein, aber der Geruch, die Haptik alter Hefte …. ein Träumchen. Kinders, ich weiß, warum ich nen Heftehaufen und keine Sammlung von ebook-Dateien habe.

Im Oktober stand die Vollendung des Pan-Thau-Ra-Zyklus an, der mich wirklich sehr erfreut und mir auf verschiedenen Ebenen echt gut gefallen hat. Wobei sich mir aktuell die Einteilung in Zyklen nicht ganz erschließt. Sie wirkt im Gegensatz zu dem, was Meister Voltz sich ausgedacht hat, doch eher willkürlich. Ich bin gespannt, was in den kosmischen Burgen passieren und wie auf den Höhepunkt Band 1000 hingesteuert wird.

Heute schreibe ich Tag 1039 meine Perryversumsreise und habe heute Morgen Band 910 vollendet. Ich finde die Handlung jetzt schon ziemlich komplex und werde das Gefühl nicht los, dass da in den nächsten 90 Bänden ordentlich lose Fäden aufgegriffen werden. Aber ich werde berichten.

Und sonst so?

Der Heftehaufen hat tatsächlich Zuwachs bekommen. Neben Rico haben noch ein paar alte Terra-Hefte den Weg in mein Regal gefunden. Der Winter kann also kommen.

Orkan im Hyperraum

Das Lard lässt die Hosen runter und Rorvich trinkt Kaffee

Wohlan, der PAN-THAU-RA-Zyklus ist Geschichte, das letzte Hörbuch gehört – Zeit für einen Rückblick auf mein Hörabenteuer.

Das steht drin

Das Alles-Rad wird gestoppt, kosmisches Gerümpel enthüllt, Laire zeigt sein Gesicht, allerdings nicht ganz und mein Lieblingspärchen nervt das Perryversum weiter nach Kräften. Hubert Hänsel stellt ein paar Hefte um und am Ende stehen ein paar kosmische Burgen. Erklärt wird alles erst im ersten Band des nächsten Zyklus.

So ist es verpackt

Orkan im Hyperraum – © Eins A Medien GmbH, Köln

Konsequent verzichte ich auf Regalware, sodass mir wieder nur das Downloadcover zur Verfügung steht. Es zeigt das abgewandelte Covermotiv des Heftes 898, wobei mir die Farbkorrekturen und das quadratische Format mal wieder besser gefallen, als die Originalabbildung. Einen gewissen Retrocharme versprüht der goldene Roboter, der wohl Laire sein soll. Stellt sich mir die Frage, ob Roboter zu dieser Zeit generell Gold zu sein hatten, um es mit dem ollen Philosophen aus Star Wars aufnehmen zu können. Egal, die Bauform ist schön rhodanesk.

So hat es mir gefallen

Da PAN-THAU-RA so ein kleiner schnuckeliger Zyklus ist, könnte es sein, dass sich jetzt hier ein paar Sachen zwischen letztem Silberband und ganzem Zyklus vermischen. Auch stellt die Reihenfolge der vorgebrachten Argumente keinerlei Wertung dar.

Dass mir Dalaimoc und sein Kumpel samt Kaffeekanne gehörig auf den Zwirn gehen, muss ich nicht betonen, weswegen ich auch nicht über die genervte Langeweile berichte, die mich beim Hören gewisser Passagen überkam.

Wo sie gerade sagen „hören“: Ich habe mir Rhodan wirklich sehr gerne vorlesen lassen, allerdings wäre es noch stimmiger gewesen, wenn sich die einzelnen Sprecher vorher abgestimmt hätten, wie welches Wort zu betonen ist. Heißt es beispielsweise ‚wyngerisch oder wyn’gerisch. Aber das ist moppern auf hohem Niveau.

Generell hatte der Zyklus viele kleine Glanzlichter, wie etwa den Handlungsbogen im „Irrenhaus“ oder die Religionskritik, die mit der Geschichte ums Alles-Rad geübt wurde. Was ich allerdings mal wieder seltsam fand, waren die Zeitmaße, in denen das Perryversum misst. Welche Gesellschaft betet über mehrere 10.00 Jahre irgendeinen Gott an, und das geschlossen? Auf der Erde haben wir eine Vielzahl an Religionen, von denen die älteste mal gerade schlappe 3000 Jahre alt ist und in der heutigen Form nicht mehr viel mit ihren Ursprüngen zu tun haben dürfte. Aber was sagt das schon übers Perryversum, wo eine Gesellschaft mal eben in 10.000 Jahren Stillstand verharren kann. Muss man so hinnehmen, mal wieder. Ist halt Rhodan.

Was mir gut gefallen hat, war die PAN-THAU-RA. Hier haben die Autoren all das richtig gemacht, was damals bei OLD MAN grandios verzockt wurde. (Wir erinnern uns, OLD MAN war das supergeheimnisvolle Dings, dessen Geheimnis nach drei Heften geklärt war und das danach recht unwürdig entsorgt wurde.) Das Geheimnis der PAN-THAU-RA begleitet uns durch den gesamten Zyklus und wird erst am ende gelüftet. Einzig die Dramaturgie um Laire könnte man bemängeln. Klar kann man Band 900 als großartige Geschichte um einen großartigen Roboter lesen (habe ich auch). Aber man könnte es auch als dramaturgisch ungeschickten Infodump interpretieren, den man auch im Laufe des Zyklus stückchenweise hätte bringen können. Der Silberband hört halt einfach auf und die Frage, die wirklich jeden interessiert, wird erst im neuen Zyklus geklärt. Marketingtechnisch gar nicht schlecht, nennt man ,glaube ich, Cliffhanger. Ich fand es unbefriedigend, dass es Band 900 nicht mehr in den „Orkan im Hyperraum“ geschafft hat.

Des Hörens ist ein Ende

Mit Band 900 und dem Zyklus um die kosmischen Burgen steige ich wieder aufs Papierheft um und versuche dann mal mit Sven Fesser Schritt zu halten, der sich neben NEO ebenfalls gerade den Burgen widmet. Das wird ein Spaß.

Raumschiff des Mächtigen

Nett ist auch der Busfahrer – ein subjektiver Rückblick auf die Silberedition 104

Es ist schon ein paar Tage her, seit ich mit dem dritten Hörbuch aus dem PAN-THAU-RA-Zyklus durch bin, aber wie das so ist – es gibt Dinge im Multiversum, die wichtiger sind als Raketenhefte. Aber nun ist die Zeit da. Wohlan, also!

Das steht drin

Das Alles-Rad dreht sich munter weiter, Voltz übt Religionskritik durch die Blume, kosmisches Gerümpel wird enthüllt und im Perryversum gibt es jetzt einen Ritterorden ohne Lichtschwerter, oder zumindest Andeutungen auf einen solchen. Der Rest der Handlung plätscherte so vor sich hin und an mir vorbei.

So ist es verpackt

© Eins A Medien GmbH, Köln

Da ich auch beim dritten Hörbuch dieses Zyklusses auf einen Datenträger fürs Regal verzichte, steht mir nur das Downloadcover zur Verfügung. Das jedoch finde ich sehr gelungen, bietet es doch einen Ausschnitt des Titemotivs von Heft 946 in wirklich schöner farblicher Bearbeitung. Gefällt mir deutlich besser als das Original und auch das zentrale Motiv – Raumschiff über Vulkankrater – kommt deutlich besser zum tragen, als auf dem ursprünglichen Heftroman. Gefällt mir ausgesprochen gut.

So hat es mir gefallen

Nach einem wirklich starken Vorgängerband konnte mich die Nummer 104 nur mäßig überzeugen. Nicht, dass ich etwas konkretes am Hörbuch auszusetzen habe, aber die Handlung hat mich nur beiläufig fasziniert. Sie war nett, mehr aber auch nicht.

Ich bin gespannt, wie sich dieses Ritter-der-Tiefe-Dings entwickelt, findes es aber ganz unbedarft erst einmal ein wenig komisch, dass zwei Jahre nach Star Wars Episode 4 auch im Perryversum ein Wächterorden aus Rittern installiert wird.

Da ich aber lieber über die guten Dinge schreibe, sei mir als Schlusssatz erlaubt: Die PAN-THAU-RA macht all das richtig, was mit OLD MAN damals schief gelaufen ist, aber noch ist nicht die Zeit für einen umfassenden Zyklusrückblick.

Bis dahin, gehabt euch wohl!

Facetten der Ewigkeit

Die Welt ist ein Irrenhaus

Es ist zwar schon ein wenig her, dass ich diesen Silberband zu Ende gehört habe, aber da war ja noch der 3. BrühlCon, der ein ganz klein wenig Zeit in Anspruch nahm. Aber was tut man nicht alles für einen wirklich fabelhaften Abend. Aber genug der Vorrede – die Facetten der Ewigkeit haben mich zutiefst bewegt.

Das steht drin

Der Superobererzschurkenmutant Boyt Margor kommt mit sich selber nicht mehr zurecht und hat deshalb den Berg Athos in eine Psychatrie verwandelt. Verwirrend, Bewegend, Vlcek!

Die Loower suchen derweil nach einem Hyperimpulsauge und müssen feststellen, dass es sich um den Haustürschlüsser der Cheops-Pyramide handelt. Natürlich wollte der olle Boyt schon immer genau diesen Schlüssel für sich haben und macht darob Rabatz. Der Rest ist kosmisch, historisch, verwirrend. Aber schön!

So ist es verpackt

© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt – Quelle: https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Datei:SE103.jpg

Wie schon beim letzten Silberband liegt mir kein physischer Tonträger vor, sodass ich nur in den Genuss einer kleinen Coverabbildung gekommen bin. Hier gibt es wieder eine sehr geschmackvolle Bearbeitung eines klassischen Heftcovers, der mir diesmal deutlich besser gefällt, als diese doch etwas seltsame NASA-BASIS vom letzten Mal. Die SCHWERT DER GÖTTER ist doch ganz gut getroffen, denke ich. Besonders die Batterie Kugelraumer hat es mir angetan und ich würde das Cover in dieser quadratischen Variante durchaus zu meinen Favoriten zählen. Sieht einfach gut aus, was der Herr Bruck da geschaffen hat.

Ist das noch Science Fiction?

Wie schon im ersten Viertel des PAN-THAU-RA-Zyklus tritt der Science-Fiction-Aspekt deutlich in den Hintergrund. Zwar gibt es fette Raumschiffe, kosmisches Gedöns, aber das ganze tritt hinter dem historischen Abenteuerroman rund um die Cheopspyramide und die Ereignisse auf dem Berg Athos doch deutlich in den Hintergrund. Aber hey, ich hatte Spaß. Willy Voltz und seine Kollegen brennen hier ein echtes Phantastikfeuerwerk ab. So langsam wird mir klar, wie aus dem Stoff, den Scheer und Voltz damals schufen, das Epos wurde, an dem die aktuellen Expokraten weiter und weiter spinnen. Schön!

Niki Saint Pidgin

Während mich die Handlungsebene rund um die Pyramide eher an ein kneifelsches Atlan-Zeitabenteuer erinnerte, hat mich die Handlung um den Jungen Niki Saint Pidgin auf dem Berg Athos zutiefst beeindruckt.

Beim ersten Hören verschlug es mir ein wenig die Sprache, wurden mir doch Worte wie „geistig gestört“, „abnormal“, „nicht ganz richtig im Kopf“ oder „geistig verwirrt“ um die Ohren gehauen. Psychisch kranke Menschen werden „eingesperrt“ oder „ins Loch gesteckt“.

Starker Tobak für einen Hörer, der selbst die dunkle Seite der Seele nur zu gut kennt. Leider gibt es auch im 21. Jahrhundert realer Zeitrechnung immer noch Menschen, die sich dieser Sprache bedienen, wenn sie sich mit psychischen Erkrankungen auseinandersetzen müssen. Die Gründe dafür sind mir herzlich egal, solche Menschen meide ich konsequent, weil ich einfach keine Lust mehr habe, mich mit so viel Ignoranz auseinanderzusetzen. Dementsprechend war ich kurz davor, mir dieses Hörbuch zu schenken, bis mir klar wurde: Das zugrunde liegende Heft ist von 1978, also aus einer anderen Welt. Also tapfer durchstehen, denn am Ende wartet eine echte Überraschung.

Seelische Gewalt ist schlimmer als Schläge

Willy Voltz und Ernst Vlcek haben mit Niki Saint Pidgin eine faszinierende Figur geschaffen, der sie einige visionäre Sätze in den Mund legen. Der Junge, der als geistig behindert gilt, fristet seine Tage in einem „Irrenhaus“ auf dem Berg Athos und leidet unter der seelischen Misshandlung Boyt Margors (den ich übrigens deutlich fieser und bösartiger finde, als den Overhead damals).
In der Klinikhierarchie steht Niki ganz unten, auch seine Mitpatienten setzen ihm übelst zu. Nikis Takti ist es, sich totzustellen. Für ihn „ist schon viel gewonnen, wenn die anderen einen nicht bemerken“. Durch Nikis Mund lassen die Autoren den Leser wissen, das emotionale Misshandlungen für Kinder schlimmer sind als Ohrfeigen. Und das ist für das Jahr 1978 eine verdammt starke Aussage, die leider immer noch nicht überall angekommen zu sein scheint.

Comic relief zum Schluss

„Facetten der Ewigkeit“ enthält einige der ernstesten Passagen, die mir im Perryversum je untergekommen sind, wartet aber in Track 34 auch mit meinem bisherigen Lieblingswort auf, das so unglaublich viel über das Perryversum aussagt: Strukturrisseinlasssektor.

Aufbruch der BASIS

Ein paar Gedanken zum Perry Rhodan Silberband 102

Neue Leseweisen bringen auch Änderungen im Lesetagebuch mit sich. Da ich im PAN-THAU-RA-Zyklus auf die Silberedition ausgewichen bin, gebe ich jetzt einfach mal den Christian Wöhler und schreibe meine Gedanken zu einem einzelnen Silberband auf. Anders als Christian stütze ich mich allerdings auf die Hörversion, also Silberdition 102 – Aufbruch der BASIS. Wer oben noch nicht auf den Link geklickt hat, wird jetzt hier noch mal mit Anlauf zu Wöhlis Blog geschubst. Viel Spaß beim Lesen dort.

Das steht drin

BARDIOCS altes Boot PAN-THAU-RA zieht von alleine los und verbreitet Tod und Verderben im All. Wenn selbst ES um Hilfe ruft, kann Meister Peregrin natürlich seine Füße nicht still halten und schickt mit der BASIS sein dickstes Schiff auf die Suche, gerät aber erst einmal in die Hände religiöser Spinner auf einem Alles-Rad. Zwischendurch wieselt noch die SOL durchs Bild, von der eigentlich niemand genau weiß, was sie genau tut.

So ist es verpackt

Da ich nicht noch einen Haufen beginnen will, habe ich zu einem günstigen Download-Abo beim Anbieter meines Vertrauens gegriffen. Ein hübsches Cover wird ja auf den üblichen Abspielgeräten gezeigt, sodass ich in den Genuss einer bearbeiteten und verbesserten Version des Heftromancovers von Band 858 – Die BASIS gekommen bin.

© Eins A Medien – Quelle: https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Datei:SE102.jpg

Die fliegenden Raketenteile über dem Mond hinterließen mich schon damals bei der Heftlektüre mehr oder weniger ratlos, hatte ich mir die Teile, aus denen sich die BASIS zusammensetzt, bis dahin immer anders vorgestellt. Irgendwie ist mir das ganze zu wenig futuristisch und zu sehr von der Raketentechnik der 1970er inspiriert. Aber nun gut, Johnny Bruck hat ja immer wieder mal auf bekannte Technik zurückgegriffen. Und vielleicht mystifiziere ich die BASIS zu sehr. (Dazu später mehr.)

Mein erster Silberband

Bisher habe ich ja eisern an den Heften festgehalten, mich auf die 64-Seiten-Dramaturgie eingeschossen und das alte Papier unter den Händen genossen. Gerade letzteres fehlt mir für das richtige Lesegefühl. Ich hoffe sehr, dass sich das schnell wieder einstellt.

Im Lese- oder genauer Hörfluss – dauerte es einige Zeit, bis ich mich vom 64-Seiten-Schema in meinem Kopf lösen konnte und die Geschichte um das Alles-Rad als Gesamterzählung genießen zu können. Hubert Haensel hat hier wunderbare Arbeit geleistet und die Übergänge zwischen den einzelnen Heften so gut geglättet, dass mir beim ersten Hören nur selten aufgefallen ist, wo mit aller Wahrscheinlichkeit ein neues Heft begonnen haben könnte. So ganz aus einem Guss ist die Sache dann aber nicht; für meinen Geschmack kommt der Schluss sehr plötzlich und wirkt als sehr willkürliche Zäsur. Aber nun gut, wir reden ja immerhin über eine Endlosserie, da ist das zu verschmerzen – zumal die nächste Silberedition schon geladen ist.

Ja und die Handlung?

Ach so stimmt, da war ja noch was mit dem Inhalt. Also, ich muss kurz ausholen: Im Rhodan-Fandom (fachlich vorgebildete Heftehaufenleser wissen das) gibt es das Phänomen des Altlesers, für den die Rhodan-Serie nach einem bestimmten Punkt quasi tot ist. Übersetzt in ein anderes Fandom: Das wahre und echte Star Wars heißt Krieg der Sterne und beginnt mit Episode 4 oder Kirk ist der einzig legitime Captain auf einem Raumschiff. So. und nicht anders.

Kann man machen, ist auch ok. Jeder Mensch, wie er mag.

Spätestens beim Hören von „Aufbruch der BASIS“ überkam mich so ein leichter Anflug von Gefühl dafür, solche Regungen in Ansätzen nachvollziehen zu können. Denn mal ehrlich: Das Genre Science Fiction ist für weite Teile des Silberbandes 102 mehr so ein Serviervorschlag. Da kämpfen Riesen gegen Zwerge vor irgendwelchen Burgen im Schein geisterhafter Lichter, eine griechische Göttin stolpert durchs Bild und die ganze Story ist eine klassische Queste, wie man sie aus der Fantasy kennt. Die paar Raumschiffe fallen da jetzt nicht wirklich ins Gewicht, selbst, wenn es sich um so fette Braten wie die BASIS handelt. (Ja, ich habs nicht vergessen, Moment noch.) Wo ist mein alter Rhodan geblieben?

Nach einem kurzen Moment der Verwunderung habe ich meinen Frieden mit der Erzählung gemacht -ach was – ich habe begonnen sie zu lieben, als mir klar wurde, dass hier vor dem Hintergrund einer vermeintlichen trivialliterarischen Erzählung sehr überlegte Religionskritik geübt wird. Die Geschichte um das Alles-Rad entpuppt sich als großer Schwindel, bei dem religiöse Motive genutzt werden, um Menschen zu manipulieren. Beim Hören erinnerte mich das ganze ein wenig an Logan’s Run. Trotzdem hat Rhodan die Größe, nicht alles kurz und klein zu schlagen, sondern erkennt, dass Wesen auch Hoffnung in einem solchen Konstrukt finden können, auch wenn der ganze Lug und Trug am Ende aufgelöst wird, weil vermutlich (sonst wäre es nicht die Rhodan-Serie) jemand Größeres dahinter steht. Einfach mal weiter hören.

Ich und die BASIS

Schon als die BASIS in Heft 858 auftauchte, bekam ich ein wenig Puls beim Lesen. Der Grund ist schlichte Sentimentalität. Eingestiegen in dieses ganze Rhodangedöns bin ich im Sommer 2011, als Uwe Anton uns gerade den Neuroversum-Zyklus serviert hat. Die BASIS ist für mich das erste Stück monströser, damals noch völlig unverständlicher Gigantomanie, die das Perryversum auszeichnet und es so faszinierend macht. Vielleicht hat die BASIS für mich damit den Stellenwert, wie es SOL und MARCO POLO für andere Leser haben. Keine Ahnung. Ich freue mich jedenfalls, dass ich ab jetzt die Reise dieses fragmentierten Wunderdings verfolgen kann.

Ach so, eins noch

Der eingangs erwähnte Herr Christian Wöhler, seines Zeichens Rhodanist, extrem feiner Kerl und Forenmoderator hat sich weiland im PR-Forum um der Thread zu PAN-THAU-RA gekümmert. Wer mag, kann hier gern nachlesen.

Herrn Millers schmerzhafter Appetit nach Welgersbeeren-Gelee

Herr Haufen ist aus der Sommerpause zurück

Moin zusammen. Hinter den Kulissen des Heftehaufens gibt es heftige Verwerfungen, aber die Konstante „Ich lese Rhodan von Vorne bis hinten und erzähl was drüber“ bleibt unverändert bestehen – wenn auch im Moment mit winzigen Änderungen, die gewissen organisatorischen Umständen geschuldet sind.

Wie so eine Transformkanone

Eine dieser Änderungen, ich hatte sie ja im Monatsrückblick schon anklingen lassen, ist ein vorübergehender Wechsel des Mediums, der sich aber meiner Meinung nach ganz gut in mein Leseerlebnis einfügt. Mit dem PAN-THAU-RA-Zyklus habe ich einen dieser netten kleinen Kurzzyklen vor mir, oder besser gesagt um mich herum. Die Umstände bringen es nämlich mit sich, dass ich gerade mehr im Auto unterwegs bin, als ich eigentlich möchte. Was liegt da näher, als kurzfristig ein Hörbuch-Abo abzuschließen, und sich die entsprechenden Silberbände 102 bis 105 vorlesen zu lassen. Feine Sache!

Bitte was? – Herrn Haufens Hörbuchfreuden

Ben Calvin Hary hatte ja letztens dieses hübsche Video darüber, wie man gewisse Namen im Perryversum nun ausspricht, oder aussprechen könnte (Ich möchte an dieser Stelle mal wieder meine Lieblinge von den Quolnäer Keretzen auf die Bühne bitten.)

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Als Hörbuchhörer stellt sich das Problem lustigerweise genau andersherum. So fragte ich mich beim „Aufbruch der Basis“, an welchen unerträglichen Schmerzen Herr Miller litt, dass er sie sogar im Vornamen trägt, und wer der bekloppten Idee verfällt, einen Riesenplaneten als Beere zu bezeichnen, und welche Superintelligenz denn nun WELGER sein könnte. Zum Glück gibt es in der Perrypedia das Zyklusportal, in dem der geneigte Hörer dann nach Payne Hamiller und Välgerspäre suchen kann.

In diesem Sinne freue ich mich noch auf eine ganze Reihe von Verhörern und verbleibe mit einem friedliebenden

Ad Astra, Terraner – und frage mich, ob ich der einzige bin, der solch seltsame Dinge hört.

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