Schatzfund – Mythor fast komplett

In einem der Kartons befand sich die Komplette Mythor-Serie in echt gutem Zustand. Lediglich drei Hefte habe ich über die Sammlerecke für kleines Geld nachbestellt. Heft 100 war erwartungsgemäß leider ohne Poster, aber die Lücke lässt sich ja noch schließen, auch wenn das nicht ganz preiswert sein dürfte.

Mythor war nach Dragon die zweite Fantasyserie aus dem Hause Pabel und lief ab dem Jahr 1980 in 192 Folgen. Band 193 gibt es auf Papier nur in der Zeitschrift Magira. Seit der Publikation als ebook stand Mythor auch schon länger mal auf meiner Liste.

Nachdem ich die ersten fünf Folgen im letzten Jahr elektrisch gelesen habescheint hier ein kleines Seitenprojekt zu erwachsen. 192 Hefte sind ja gemessen an 2600 eher zu vernachlässigen, aber immer noch eine Menge Stoff. Mal schauen, wann ich mich dran setze. Bis dahin nehme ich die Serie als Archivierungsexperiment her.

Der zweite Streich

Ich hatte es angekündigt, und heute ist es geritten: einmal Eifel – Nürnberg -Eifel für die fehlenden fünf Kartons.

Morgens um 9:00 ging es mit Markus los, ein kleiner Ritt durch hessisch-fränkisches Sauwetter einem kleinen Besuch des DB-Museums in Begleitung zweier toller Menschen in Nürnberg entgegen. Absolut lohnenswert, und schließlich auch irgendwie Sense of Wonder.

Die Verabredung zur Kartonübergabe lief, wie nicht anders erwartet, völlig problemlos und wir konnten direkt zum Abendessen im Tucherhof übergehen. Dort gab es zwar keinen Vurguzz, aber Schäufele und alkoholfreies Bier waren auch gut.
Nach einem längeren Ritt über die A3 stehen die Hefte jetzt alle in meiner Bude und langsam wird es Zeit, hier ein wenig für Ordnung zu Sorgen und wenigstens einen provisorischen Lagerort zu schaffen, bevor ich das Experiment mit den Kartons wage.
So lange muss die Serie noch neben den Legosteinen stehen.

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Mein Weg ins Perryversum

Ich behaupte von mir, eine recht umfangreiche Science Fiction Büchersammlung zu besitzen. Klar klaffen bei so einem riesigen Genre zwangsweise immense Lücken, aber ein wenig was steht hier schon rum. Ich hatte gerade begonnen, mich mit SF der damaligen DDR auseinander zu setzen, als mir klar wurde, dass ich mich mit Heftromanen nie beschäftigt hatte.
Ich hatte zwar schon einmal von diesem komischen Perry Rhodan gehört und diese seltsam schimmernden Bände gesehen, aber rangewagt habe ich mich nie. (Und ja, ich könnte mir immer noch ein Loch in den Siewissenschon beißen, dass ich meine Erstausgabe von Raumkapitän Nelson vertickt hab.)
Aus einer Laune heraus, oder war es Schicksal, oder ES, habe ich gesehen, dass in Mannheim ein Perry-Rhodan-Treffen stattfinden solle.

Mit absolut null Ahnung, aber Bock auf ein freies Wochenende buchte ich ein Hotel in Mannheim und es war um mich geschehen.
Ich lernte Frank Borsch und das damals neue Projekt PR NEO kennen, hatte das Glück, einige wenige Worte mit Legenden wie Hanns Kneifel oder Rainer Castor zu wechseln, holte mir mitten in der Nacht ein Autogramm von Markus Heitz, der extra mit Andreas Eschbach wartete, bis ich aus der Tiefgarage zurück war, und verbrachte ein tiefenentspanntes Wochenende inmitten meist langhaariger Männer mit Holzfällerhemden. Es war ein Traum.

Es geht los

Willkommen im Heftehaufen!

Im Dezember 2016 las ich auf der Leserkontaktseite die Anzeige eines Perry-Rhodan-Lesers, in der er seine Sammlung kostenlos in gute Hände abzugeben gedachte.

Irgend etwas in mir hat mich geritten, diese Anzeige zu beantworten und siehe da, ich bekam den Zuschlag. Allerdings in Nürnberg. Da ich für Wahnsinnsaktionen ja gern zu haben bin, machte ich mich auf den Weg, die Hefte aus Franken in die Eifel zu transportieren. Bei der Gelegenheit lernte ich gleich einen Freund endlich einmal persönlich kennen, mit dem ich mich bis jetzt nur über Twitter ausgetauscht hatte. (Das muss diese humanistische Philosophie der Serie sein, Menschen zusammenzubringen.)

Ich lud an dem Tag einen Haufen Kartons ein, völlig ahnungslos, welches Volumen 2600 Hefte so haben mögen, machte mich mit einer überschaubaren Menge Kisten auf den Rückweg in die Eifel und parkte den Papierberg erst einmal in meinem Zimmer:

Zwei Tage später kam die Email, ich hätte fünf Kartons vergessen. Aber für Perry Rhodan ist auch Franken nicht zu weit weg, muss ich halt nochmal hin. Ich werde berichten.

Der eigentliche Grund, für mein Leseprojekt eine Dokumentation zu starten, kam dann heute morgen mit diesem Tweet:

Derweil lagern Teile der ersten 2600 Hefte bei mir, dazu ein kompletter Zyklus, den mir ein lieber Freund aus Augsburg geschenkt hat und meine bisherige Sammlung ab 2011.

Zu den ersten Schritten wird gehören, die Sammlung ordentlich und dauerhaft zu archivieren und festzustellen, wo Lücken bestehen, die ich dann gezielt schließen werde.
Danach, oder schon parallel dazu werde ich mit dem eigentlichen Lesen beginnen, das hängt ein bisschen davon ab, wo sich das erste Loch auftut.

  • Wo mich der Weg hinführt? Keine Ahnung.
  • Wie lange die ganze Aktion dauert? Zwischen zehn und zwanzig Jahren sollte alles drin sein. 
  • Werde ich am Ende ankommen? Das weiß ES. Wenn überhaupt jemand.
  • Warum mache ich das? Weil es mich fasziniert, in ein paar Jahren zurück zu blicken.
  • Warum mache ich das nicht? Um Inhaltsangaben oder Rezensionen zu schreiben, davon gibt es genug.  

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