Bestandsaufnahme 1-170

So, nach einem wundervollen Tag bin ich noch ein wenig wach und habe mich an die Öffnung der ersten Kiste gemacht und die Hefte mal in eine Reihenfolge gebracht.

Daneben sehen meine Flohmarkfunde der ersten 170 Hefte geradezu mickrig aus. Außerdem war bei meinen alten Heften nicht eine Erstausgabe dabei.

Wie man an den Stapeln schon erahnt, klaffen in den ersten Nummernblöcken doch einige Lücken. So fehlen bis auf Band eins beispielsweise die ersten zehn Bände – Nummer 6 hatte ich selber hier liegen.

Zur Verwaltung der fehlenden Hefte habe ich mir Notizen in Evernote angelegt. Dort gibt es praktische Listen zum abhaken, die ich am Desktop anlegen kann und unterwegs im Smartphone immer dabei habe. (Na klar könnte ich einfach alle fehlenden Hefte bestellen, aber wo bleibt denn da der Spaß an der Jagd?)

Mal schauen, was die einschlägigen Gebrauchtbuchhändler in Koblenz und Andernach (eventuell mal Köln) zu meiner Liste sagen.

Wie ich mit dem Thema Erstausgabe umgehe, weiß ich noch nicht. Gerade die ersten Hefte sind ja nicht preiswert. Kommt es mir nur auf den Text auf Papier an, dann nehm ich die fünfte Auflage. Will ich eine wirklich durchlaufende Sammlung, dann muss ich auf die Hefte der Erstauflage sparen.

Schreibt mir Eure Meinung dazu doch als Kommentar, vielleicht stand ja jemand schon vor einer ähnlichen Frage. Ich bin gespannt.

_______

Ältere Kommentare hierzu:

Am Anfang war das Wort

Im Fall von Pery Rhodan lautet das Wort „Im Zentrale-Hauptbunker“. Was ich sagen will:

Ich habe angefangen!

Ich habe zwar vor einiger Zeit den ersten Silberband gelesen, aber der Heftroman ist schon eine andere Hausnummer. Schöne 60er Science-Fiction-Atmosphäre, mit Schaltern, Hebeln und Lochkarten, so wie das zu sein hat. Wenn es ein Film wäre, würde ich es liebevoll „Kulissenschieberei“ nennen, ich mag so etwas einfach.

Unternehmen „Stardust“ – Wie alles begann.
»Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«
Perry Rhodan Band 1 – Reprint von 1988
»Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«

Ich habe den Karton mit den ersten 178 Heften noch nicht ausgeräumt, habe also keine Ahnung vom Inhalt. Findige Rhodanisten werden aber bemerken, dass es sich bei meinem Heft um den Reprint von 1988 handelt. Der Text ist der selbe, lediglich ein paar Abbildungen sind gespiegelt und das Titelbild ist retuschiert. Was solls. Es macht Spaß, zu lesen.

_______

Ältere Kommentare hierzu:

Erste Archivierungsexperimente

Bevor jemand etwas anderes vermutet, schiebe ich gleich mal vorne weg: Nein, ich habe kein wie auch immer geartetes Affiliateprogramm mit der Sammlerecke laufen.
Ich wohne nur einfach nahe bei Koblenz und genieße es, dass dieser große Comichändler ausgerechnet bei uns eine Filiale hat. Und damit das so bleibt, unterstütze ich meinen lokalen Comicdealer, indem ich mein Zeug direkt im Laden in Koblenz besorge. Außerdem kann man da immer mal nett quatschen und wird fundiertestens beraten, was die neuesten Bilderbücher angeht.

Wie im letzten Post schon erwähnt, dient mir Mythor als Experimentierfeld in Sachen Aufbewahrung. Bei knapp 3000 Heften möchte ich einfach erst einmal testen, was funktioniert, was unnötig ist und was ich unbedingt möchte. Schließlich habe ich keine Lust, eine Sammlung in Kellerqualität zu produzieren. Dazu scheinen mir die Hefte nach einer ersten Inspektion in zu gutem Zustand (Ja, ein Karton scheint Schaden genommen zu haben, aber es ist alles trocken.)

Ich habe mich bei Mythor erst einmal für das volle Programm entschieden, also Backingboards (Perfect Boards) und Hüllen von Erber. Die Eintüterei ging relativ schnell vonstatten, scheint mir eine typische Hörspielnebenbeibeschäftigung zu sein.

Was keine gute Idee war: Comiclongboxen eignen sich definitiv nicht zur Aufbewahrung von Romanheften. Die Hefte passen mehr schlecht als recht rein, haben viel zu viel Spiel. Hier werde ich in den nächsten Tagen die speziellen Romankartons ausprobieren.

Ob ich Boards für die komplette Perry Rhodan Serie anschaffe, weiß ich noch nicht. Ich denke, dass ich die ersten zweihundert Hefte erst einmal eintüte und dann schaue, wie stabil sie in den Kartons stehen. Der gute Herr Mythor hat jedenfalls mal eine Rückenstärkung bekommen.

Schatzfund – Mythor fast komplett

In einem der Kartons befand sich die Komplette Mythor-Serie in echt gutem Zustand. Lediglich drei Hefte habe ich über die Sammlerecke für kleines Geld nachbestellt. Heft 100 war erwartungsgemäß leider ohne Poster, aber die Lücke lässt sich ja noch schließen, auch wenn das nicht ganz preiswert sein dürfte.

Mythor war nach Dragon die zweite Fantasyserie aus dem Hause Pabel und lief ab dem Jahr 1980 in 192 Folgen. Band 193 gibt es auf Papier nur in der Zeitschrift Magira. Seit der Publikation als ebook stand Mythor auch schon länger mal auf meiner Liste.

Nachdem ich die ersten fünf Folgen im letzten Jahr elektrisch gelesen habescheint hier ein kleines Seitenprojekt zu erwachsen. 192 Hefte sind ja gemessen an 2600 eher zu vernachlässigen, aber immer noch eine Menge Stoff. Mal schauen, wann ich mich dran setze. Bis dahin nehme ich die Serie als Archivierungsexperiment her.

Der zweite Streich

Ich hatte es angekündigt, und heute ist es geritten: einmal Eifel – Nürnberg -Eifel für die fehlenden fünf Kartons.

Die vergessenen Kartons sind eingeladen

Morgens um 9:00 ging es mit Markus los, ein kleiner Ritt durch hessisch-fränkisches Sauwetter einem kleinen Besuch des DB-Museums in Begleitung zweier toller Menschen in Nürnberg entgegen. Absolut lohnenswert, und schließlich auch irgendwie Sense of Wonder.

Das Nürnberger Eisenbahnmuseum

Die Verabredung zur Kartonübergabe lief, wie nicht anders erwartet, völlig problemlos und wir konnten direkt zum Abendessen im Tucherhof übergehen. Dort gab es zwar keinen Vurguzz, aber Schäufele und alkoholfreies Bier waren auch gut.
Nach einem längeren Ritt über die A3 stehen die Hefte jetzt alle in meiner Bude und langsam wird es Zeit, hier ein wenig für Ordnung zu Sorgen und wenigstens einen provisorischen Lagerort zu schaffen, bevor ich das Experiment mit den Kartons wage.
So lange muss die Serie noch neben den Legosteinen stehen.

Der Heftehaufen ist erst einmal komplett

_______

Ältere Kommentare hierzu:

Mein Weg ins Perryversum

Ich behaupte von mir, eine recht umfangreiche Science Fiction Büchersammlung zu besitzen. Klar klaffen bei so einem riesigen Genre zwangsweise immense Lücken, aber ein wenig was steht hier schon rum. Ich hatte gerade begonnen, mich mit SF der damaligen DDR auseinander zu setzen, als mir klar wurde, dass ich mich mit Heftromanen nie beschäftigt hatte.
Ich hatte zwar schon einmal von diesem komischen Perry Rhodan gehört und diese seltsam schimmernden Bände gesehen, aber rangewagt habe ich mich nie. (Und ja, ich könnte mir immer noch ein Loch in den Siewissenschon beißen, dass ich meine Erstausgabe von Raumkapitän Nelson vertickt hab.)
Aus einer Laune heraus, oder war es Schicksal, oder ES, habe ich gesehen, dass in Mannheim ein Perry-Rhodan-Treffen stattfinden solle.

Mit dem WeltCon 2011 fing alles an

Mit absolut null Ahnung, aber Bock auf ein freies Wochenende buchte ich ein Hotel in Mannheim und es war um mich geschehen.
Ich lernte Frank Borsch und das damals neue Projekt PR NEO kennen, hatte das Glück, einige wenige Worte mit Legenden wie Hanns Kneifel oder Rainer Castor zu wechseln, holte mir mitten in der Nacht ein Autogramm von Markus Heitz, der extra mit Andreas Eschbach wartete, bis ich aus der Tiefgarage zurück war, und verbrachte ein tiefenentspanntes Wochenende inmitten meist langhaariger Männer mit Holzfällerhemden. Es war ein Traum.

 

Es geht los

Willkommen im Heftehaufen!

Im Dezember 2016 las ich auf der Leserkontaktseite die Anzeige eines Perry-Rhodan-Lesers, in der er seine Sammlung kostenlos in gute Hände abzugeben gedachte.

Irgend etwas in mir hat mich geritten, diese Anzeige zu beantworten und siehe da, ich bekam den Zuschlag. Allerdings in Nürnberg. Da ich für Wahnsinnsaktionen ja gern zu haben bin, machte ich mich auf den Weg, die Hefte aus Franken in die Eifel zu transportieren. Bei der Gelegenheit lernte ich gleich einen Freund endlich einmal persönlich kennen, mit dem ich mich bis jetzt nur über Twitter ausgetauscht hatte. (Das muss diese humanistische Philosophie der Serie sein, Menschen zusammenzubringen.)

Ich lud an dem Tag einen Haufen Kartons ein, völlig ahnungslos, welches Volumen 2600 Hefte so haben mögen, machte mich mit einer überschaubaren Menge Kisten auf den Rückweg in die Eifel und parkte den Papierberg erst einmal in meinem Zimmer:

Zwei Tage später kam die Email, ich hätte fünf Kartons vergessen. Aber für Perry Rhodan ist auch Franken nicht zu weit weg, muss ich halt nochmal hin. Ich werde berichten.

Der eigentliche Grund, für mein Leseprojekt eine Dokumentation zu starten, kam dann heute morgen mit diesem Tweet:

Derweil lagern Teile der ersten 2600 Hefte bei mir, dazu ein kompletter Zyklus, den mir ein lieber Freund aus Augsburg geschenkt hat und meine bisherige Sammlung ab 2011.

Zu den ersten Schritten wird gehören, die Sammlung ordentlich und dauerhaft zu archivieren und festzustellen, wo Lücken bestehen, die ich dann gezielt schließen werde.
Danach, oder schon parallel dazu werde ich mit dem eigentlichen Lesen beginnen, das hängt ein bisschen davon ab, wo sich das erste Loch auftut.

  • Wo mich der Weg hinführt? Keine Ahnung.
  • Wie lange die ganze Aktion dauert? Zwischen zehn und zwanzig Jahren sollte alles drin sein.
  • Werde ich am Ende ankommen? Das weiß ES. Wenn überhaupt jemand.
  • Warum mache ich das? Weil es mich fasziniert, in ein paar Jahren zurück zu blicken.
  • Warum mache ich das nicht? Um Inhaltsangaben oder Rezensionen zu schreiben, davon gibt es genug.

_______

Ältere Kommentare hierzu: