Nanu? Eben noch tief in den Fünzzehnhunderterbänden unterwegs und jetzt gleich ein Riesensprung in den Sternenozean? Lässt der Kerl etwa Hefte aus? Nein, nicht wirklich, er hat nur an einer Stelle eine etwas unorthodoxe Lesereihenfolge gewählt. Und da ich ja schon einmal einen Zyklus nur gehört habe, wenn auch als Silberedition, lasse ich meine Arbeitsweg-Hörspielbegleitung der letzten Monate einfach auch als gelesenen Zyklus laufen.

Begleitet habe ich den ganzen Zyklus mit einem kleinen Youtube-Experiment. Zu jeder Folge, manchmal auch zu zwei, drei Folgen gebündelt habe ich in verschiedenen Mittagspausen zeitnah meine Gedanken in einem kleinen Vlog festgehalten. Meist stehe ich dabei auf irgend einem Eifelacker, und erzähle das Blaue vom Himmel. In einem etwas längerne Video habe ich auch ein kleines Fazit gewagt, der Vollständigkeit halber gibt es aber noch ein kleines geschriebenes Zyklusrückblicklein.

Was steht drin

Mitten in unser heißgeliebtes Universum schwappt plötzlich ein neuer Sternenozean. Zur gleichen Zeit erhöht jemand die Hyperimpedanz, sodass kaum ein Raumschiff mehr funktioniert. Zum Glück können die Bewohnerinnen des Sternenozeans so gut singen, dass sie im Chor ihre Raumschiffe zum Fliegen bringen können.

Perry Rhodan hilft dem Damengesangsverein, sich vom Joch fieser Igelwesen zu befreien und soll deshalb neuer Schutzherr des Sternenozeans werden.

Eine galaktische Ecke weiter taucht ein fieser Möpp auf, der sich gottgleich aufführt, die Menschheit auslöschen, eine in der Sonne ruhende Superintelligenz exhumieren, und auf der kosmischen Leiter ein paar Sprossen nach oben klettern will.

Zum Glück sind Perry und seine Kumpels schneller, haben am Ende doch die größere Wumme, und der fiese Möpp entpuppt sich als irregeleiteter Alt-Schutzherr. Rhodan ist seinen Job damit wieder los und darf sich in neue Abenteuer stürzen.

Was hat mir gut gefallen?

Den Sternenozean von Jamondi habe ich nicht im klassischen Heftroman erkundet, sondern in der monumentalen Hörspielumsetzung in 42 Teilen. Vieles davon fand ich wirklich großartig und erwähne es im verlinkten Video. Eine Person habe ich allerdings vergessen, die für mich zu den ganz großen Nebenfiguren gehört: Shallowain „Der Hund“. Allein der Name klingt doch schon nach Superschurke. Herrlich, und dann noch so ein großartiger Sprecher … hach!

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Mein Fazit

Der Sternenozean hat mich mit Pausen fast ein Jahr im Auto begleitet. Klar, so ein Werk ist in der Qualität aufwändig zu produzieren. Und die Handlungstiefe und Komplexität des Perryversums dürften den Kreis der Hörerinnen und Hörer überschaubar halten, aber ich würde mir doch weitere solcher Umsetzungen wünschen. unrealistisch, ich weiß, aber wünschen wird man doch noch dürfen, der?

Von mir gibt es für den 42-teiligen Sternenozean jedenfalls verschärfte Hörempfehlung.