Heftehaufen

Oh, the times they are a changing

Veränderter Lebensrhythmus bringt veränderte Lesegewohnheiten

So, nun ist es also so weit, ich scheine mich ein paar Veränderungen auf meiner Reise einstellen zu müssen. Aber so ist das wohl, wenn sich an den Rahmenbedingungen etwas ändert. Doch der Reihe nach.

Manchmal passieren Dinge im Leben

Zu Beginn meiner Reise hatte ich sehr viel Ruhe und Muße, mein Leben ziemlich gut um meine Leselust zu organisieren. Maßgeblich hierbei waren vor allem gesundheitliche Gründe. In dieser Phase hieß es: Karton her, Hefte raus und Lesen, was das Zeug hält. Und das, mit allem, was zum Heft dazugehört: Papiergeruch, Papiergeräusch, Kleinanzeigen, LKS, Risszeichnungen, farbige Cover … der volle Genuss. Ja, ich bin fast gewillt, eine Parallele zum Hören einer Schallplatte zu ziehen: Hinsetzen, bewusst die Platte auflegen, Knistern, Rauschen, ein großes Cover … der volle Genuss eben.

Manchmal reicht die Zeit nicht für Vinyl

Es liegt auf der Hand, dass solch ein Lesegenuss die gebührende Zeit einfordert. Und zwar zu Recht. Ein Romanheft ist schließlich ein Gesamtkunstwerk – auf seine Art.

Tja. Dann stehst du da, merkst kaum, dass du immer weniger Zeit für das liebgewordene Ritual findest und du sagst: „Morgen lese ich wieder.“ Morgen sagst du dasselbe, übermorgen auch … Eine Spirale des Nichtlesens setzt ein.

Dieser Phase folgte eine sehr lange Nichtlesephase, in der mir nichts gefehlt hat. Die Verbindung zu Rhodan war ja durch die Kontakte im Fandom immer da. Auch eine sehr intensive Hörspielphase hat mir über weggebrochene Leserituale Ende 2019, Anfang 2020 hinweggeholfen. Aber irgendwie ist Lesen doch etwas anderes, als hören und quatschen.

Nur für den schnellen Kick zwischendurch

Und dann ist es passiert! Ich erwischte mich dabei, einen Heftroman in elektronischer Form erworben zu haben. Immerhin ist mein Lesegerät für solcherlei Dateien wasserdicht, was ganz neue literarische Entspannungsformen zulässt.

Der Weg aus der Nichtlesespirale heraus weist gewisse Parallelen zum Hineinweg auf: Du kaufst ein ebook, und sagst, dass du morgen wieder Papier nimmst, du kaufst ein zweites und sagst … zum Glück gibt es ja die praktischen Zykluspakete mit 50 Heften.

Und so erwuchs aus dem schnellen Kick für zwischendurch die Grundlage für eine rasante Hefteaufholjagd im Sommer 2020. Wer ein wenig mitgelesen hat, weiß auch, dass ich mit den Heften vor Band 1400 ein paar Probleme hatte. Insofern war ich ganz froh, durch diese Serienphase recht schnell durchpflügen zu können

Seit ich bei den Cantaro bin, hat sich meine Leseroutine offenbar noch einmal ein wenig geändert: Unter der Woche hält der Ebook-Reader her, am Wochenende, oder an Tagen mit mehr Zeit, lege ich dann sozusagen die Vinylplatte auf und genieße das wundervolle Kulturgut „Heftroman“ mit allen Sinnen. Mitunter habe ich mich auch schon dabei erwischt, bei einem bereits gelesenen Roman nur die LKS oder die Extrateile analog zu lesen. Macht auch Spaß!

Digital ergänzt analog

Ich denke, dass ich mit dieser Lösung einen guten Kompromiss gefunden habe, der mir meine tägliche Dosis Rhodan und das sinnliche Erlebnis des Papierheftes ermöglicht. Im Moment bin ich gespannter den je, in welchen Bahnen sich meine Reise in Zukunft bewegen wird.

P.S.: Noch eine winzige Veränderung hat sich ergeben. Der Liveticker auch meinem Blog war schon lange nicht mehr live. Darum habe ich ihn kurzerhand abgeschafft. In Zukunft ist da nur noch der gerade leseaktuelle Zyklus gelistet.

2 Kommentare

  1. E Books sind schon eine gute Sache, wenn man auch nicht so viel Stauraum hat. Bei so alten Heften (ich habe ja auch einige in gedruckter Form… nicht nur Perry sondern auch andere wie Terra usw.) traue ich mich, die mit in die Bahn zu nehmen. Weil. Könnte ja weg sein, wenn ich das liegen lasse oder so….. Bin halt auch schon etwas zauselig.
    Für mich sind die SBs für eine Aufholjagd besser geeignet.

    Viel Spaß weiterhin.

    Liebe Grüße

    Christian

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